
Der Judasbaum
A. J. Cronins ergreifender Roman erzählt die Geschichte eines pensionierten Arztes, der, einsam im Luxus, von der Schuld eines Verrats aus seiner Jugend geplagt wird. In einem vergeblichen Versuch der Erlösung wiederholt er denselben tragischen Fehler.
„Der Judasbaum“ zählt zu A. J. Cronins eindringlichsten psychologischen Romanen und erkundet tiefgründig Themen wie Verrat, Gewissen, Egoismus und die Möglichkeit der Erlösung. Die Handlung folgt David Murray, einem wohlhabenden, pensionierten schottischen Arzt, der in einer luxuriösen Villa am Genfersee lebt. Trotz seines äußerlichen Wohlstands wird David von einem dunklen Geheimnis und Schuldgefühlen aus seiner Jugend geplagt, als er seine Verlobte Mary, ein einfaches Mädchen aus einer Arbeiterfamilie, für seinen eigenen Komfort und seinen Ehrgeiz verließ.
Entschlossen, sein Gewissen zu beruhigen, kehrt David nach vielen Jahren nach Schottland zurück, um Mary zu finden. Er erfährt, dass sie gestorben ist, knüpft aber Kontakt zu ihrer Tochter Kathy, einer jungen und hingebungsvollen Krankenschwester, die ihn sehr an seine Mutter erinnert. David bietet ihr finanzielle Unterstützung an und versucht, die Rolle ihres Wohltäters einzunehmen, um sich von der Last der Vergangenheit zu befreien. Sein tief verwurzelter Egoismus, seine Charakterschwäche und seine Unfähigkeit zu wahren Opfern führen jedoch zu einer neuen Kette von Intrigen und tragischen Entscheidungen und zeigen, wie sich die Muster des Verrats unaufhaltsam wiederholen.
A. J. Cronin schildert mit bemerkenswerter psychologischer Präzision den moralischen Verfall eines Mannes, der sich selbst betrügt. Der symbolische „Judasbaum“ im Roman dient als Mahnung an den Verrat und die unausweichlichen Folgen der eigenen Entscheidungen.
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