
Kool AIDS: Umijeće ratovanja
Ein experimenteller, fragmentarischer und autobiografischer Debütroman einer libanesisch-amerikanischen Schriftstellerin und Malerin. Unkonventionell, emotional aufwühlend und intellektuell scharfsinnig zeichnet „Koolaids“ ein eindringliches Bild von Verl
Das Werk schildert parallel zwei große Katastrophen der 1980er und 1990er Jahre: die AIDS-Epidemie in San Francisco (die die schwule Community dezimierte) und den libanesischen Bürgerkrieg in Beirut. Der Autor präsentiert sie als zwei gleichermaßen sinnlose und verheerende „Kriege“ – einen biologischen und einen politischen und militärischen.
Die Hauptfiguren sind ein Freundes- und Verwandtenkreis (überwiegend schwule Männer libanesischer Herkunft), der zwischen Beirut und San Francisco pendelt. Die Geschichte wird von Mohammad, einem Maler und Schriftsteller, dominiert, dessen Stimme der des Autors ähnelt. Der Roman folgt keiner linearen Handlung – er besteht aus Tagebucheinträgen, Gesprächen, Träumen, Zitaten, Witzen, künstlerischen Anspielungen, Medien- und Gesellschaftskritik sowie Fragmenten aus dem Leben von Figuren, die an AIDS sterben oder im Krieg fallen.
Alameddine stellt die Kälte und den Zynismus der westlichen Reaktion auf AIDS („Schwulenpest“) den Schrecken des Libanonkriegs gegenüber und verspottet beide Gesellschaften. Das Buch ist voller schwarzem Humor, Ironie und Provokation – der Titel kombiniert das populäre Getränk Kool-Aid (ein Symbol für den Massenselbstmord in Jonestown) mit Sunzis „Die Kunst des Krieges“.
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