
Ranjeni pejzaž
Ein Buch von Vladimir Mičetić, einem Arzt und Freiwilligen des Kroatienkrieges aus Kutina. Das Werk wurde 2010 mit dem Literaturpreis „Wir waren die Ersten, als es nötig war“ des Verbandes der Veteranen des Kroatienkrieges ausgezeichnet.
Das Buch ist eine Mischung aus Memoiren und Zeugnis in Prosa, die dokumentarische und literarische Elemente vereint. Der Autor beschreibt und beleuchtet die Ereignisse an der Westslawonischen Front (im Gebiet um Kutina, Novska, Lipik, Pakrac und Umgebung) in den ersten Kriegsjahren (1991–1992 und später). Als Arzt in einem Feldlazarett und an der Front erlebte Mičetić die Verwundung und das Leid von Zivilisten und Soldaten, die Besatzung, die Verfolgung, die Befreiung von Gebieten und die Folgen des Krieges aus erster Hand.
Der Titel „Verwundete Landschaft“ verweist metaphorisch auf die verwüstete slawonische Tiefebene – Felder, Dörfer, Häuser, Menschen – aber auch auf die verwundete Seele der Menschen, ihre Identität und ihr Land.
Der Text vereint:
- persönliche Zeugnisse und Tagebucheinträge,
- medizinische Szenen (Einsätze unter Beschuss, Rettung Verwundeter),
- Beschreibungen der Kämpfe und des Heldenmuts kroatischer Verteidiger,
- das Leid von Exilanten und Zivilisten,
- Reflexionen über die Bedeutung der Vaterlandsverteidigung, Opferbereitschaft und Wiederaufbau.
Der Stil ist direkt, emotional, aber zurückhaltend – ohne Pathos, mit Betonung auf Wahrhaftigkeit und Menschlichkeit. Der Autor idealisiert den Krieg nicht, sondern zeigt seine Grausamkeit, aber auch die Stärke von Einheit, Solidarität und Siegesglauben.
Das Buch ist ein wichtiger Beitrag zur Erinnerung an den Kroatienkrieg in Westslawonien, insbesondere in Moslavina und Umgebung, wo Mičetić aktiv beteiligt war und Zeuge des Krieges. Es vereint medizinischer Humanismus, die Erfahrung eines Veteranen und literarische Sensibilität und bewahrt so die Erinnerung an die verwundeten Regionen und die Menschen, die sie verteidigten.
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