
Smrt u Breslauu
Der Roman „Tod in Breslau“ ist ein erstklassiger historischer Kriminalroman, und Eberhard Mock gilt bereits als Klassiker der Weltliteratur. Der erste Teil der Reihe – eine düstere, atmosphärische, brutal realistische Schilderung des Deutschlands der Vork
Die Geschichte spielt im Mai 1933 in Breslau (dem heutigen Wrocław), unmittelbar nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Die Stadt ist von Angst, Gestapo-Repressionen, Antisemitismus, Korruption und politischem Terror geprägt.
Der kriminelle Beamte Eberhard Mock, ein zynischer, intelligenter und unmoralischer Polizeikommissar (alkoholabhängig, korrupt, sadistisch), übernimmt die Ermittlungen in einem brutalen Mordfall. Im luxuriösen Salonwagen des Berlin-Breslau-Zuges werden die verstümmelten Leichen der siebzehnjährigen Mariette von der Malten, Tochter eines prominenten Barons und Aristokraten, und ihrer Gouvernante (oder Zofe) gefunden. Die Leichen sind grotesk verstümmelt: Ihre Bäuche sind aufgeschlitzt, und lebende Skorpione winden sich in ihren Eingeweiden. Neben den Leichen wurden eine rätselhafte, mit Blut geschriebene Botschaft in einer unbekannten (angeblich orientalischen) Sprache und symbolische Elemente gefunden, die auf einen rituellen Rachemord hindeuten.
Mock taucht mit Hilfe seines jungen Assistenten Herbert Anwaldt (der von weit her kommt und selbst Geheimnisse hütet) in die düstere Welt der Ermittlungen ein. Der Fall spitzt sich schnell zu: Die Nazis suchen einen schnellen Schuldigen und beschuldigen einen an Epilepsie erkrankten Juden, um ihn für Propagandazwecke zu instrumentalisieren. Mock zweifelt jedoch an der einfachen Lösung und gräbt tiefer: Er deckt Verbindungen zu Geheimbünden, der Freimaurerei, alten Familienflüchen und Rachegelüsten auf, die Jahrhunderte zurückreichen (möglicherweise auf mittelalterliche Verfolgungen oder konfessionelle Konflikte).
Um die Wahrheit ans Licht zu bringen, greift Mock zu brutalen Methoden – Erpressung, Folter, Verbindungen zur Unterwelt, Bordellen und korrupten Mächtigen. Der Roman ist durchdrungen von der Dekadenz der Weimarer Republik im Übergang zum Nationalsozialismus: Prostitution, Perversionen, Alkohol, Gewalt, Spionage und moralischer Verfall. Mock ist kein klassischer Held – er ist ein zynischer Opportunist, der in einem höllischen System überlebt, doch der Fall konfrontiert ihn mit seinen eigenen Dämonen.
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