
U kvaru
Aleš Čar, einer der angesehensten zeitgenössischen slowenischen Prosaautoren, porträtiert in seiner Kurzgeschichtensammlung In Disrepair den modernen „gewöhnlichen Menschen“ – den Jedermann oder die Jederfrau – an der Schwelle zwischen Jugend und Reife in
Die Hauptfiguren sind zumeist Menschen Anfang dreißig: jung genug, um noch eine Chance auf Veränderung zu haben, alt genug, um die Last von Traumata, gescheiterten Ehen, Enttäuschungen, Erinnerungen und existenziellen Krisen zu tragen. Die Geschichten beschreiben alltägliche, aber zutiefst beunruhigende Situationen – gescheiterte Beziehungen, berufliche Frustrationen, familiäre Spannungen, Balkan-Gewohnheiten, die urbane Yuppies plagen, das Gefühl, in einer Routine gefangen zu sein, und die Unfähigkeit, aus einem Teufelskreis auszubrechen.
Čar schreibt präzise, zynisch und mit einem Hauch von schwarzem Humor, ohne Pathos, aber mit einem scharfen Blick für die menschliche Zerbrechlichkeit und die Absurdität des modernen Lebens. Die Figuren sind realistisch, oft passiv, gefangen in einem Netz aus Gewohnheiten, gesellschaftlichen Erwartungen und inneren Konflikten. Die Sammlung ist eine existenzielle Satire auf eine Gesellschaft im Wandel, in der sich die Krise in der Unmöglichkeit eines authentischen Lebens manifestiert.
Dies ist eine hervorragende Kurzprosa – introspektiv, bitter und von allgemeinverständlicher Natur –, die Čar als Meister des Minimalismus und der subtilen Ironie ausweist. Das Buch wurde als wichtiger Beitrag zur slowenischen und regionalen Literatur der 2000er Jahre begrüßt.
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