
Tigris / Tigar
Die zweisprachige ungarisch-kroatische Ausgabe der Gedichtsammlung „Tiger“ präsentiert eine Auswahl aus einem umfangreichen Zyklus von rund 150 bis 200 Gedichten über den Tiger – ein Symbol für Stärke, Freiheit, Wildnis, den Kosmos, das Unterbewusstsein u
Der Tiger ist nicht nur ein Tier, sondern ein Archetyp, eine mythologische Figur, eine Metapher für Freiheit, Stärke, Wildnis, den Kosmos, das Unterbewusstsein, Spiritualität und das Urwüchsige. Bilosnić erforscht den Tiger in seinen vielfältigen Aspekten: real (als Raubtier im Dschungel), symbolisch (in alten Mythen Indiens, Chinas und des Fernen Ostens), existenziell (der Tiger als das „Andere“ im Menschen, das Gegenteil der Zivilisation) und metaphysisch (der Tiger = die Welt, die Unendlichkeit, die Harmonie von Natur und Mensch).
Die Gedichte sind kurz, prägnant, oft in Haiku- oder freier Versform verfasst, reich an Bildern, Wiederholungen und einem Rhythmus, der an den Gang, Sprung und das Brüllen des Tigers erinnert. Es gibt keine narrative Geschichte – der Zyklus ist meditativ, obsessiv, fast mantraartig: Der Tiger geht, lauert, schläft, stirbt, wird geboren, begegnet dem Menschen, wird zum Himmel, zum Meer, zum Feuer.
Diese Gedichtsammlung ist Bilosnićs meistübersetztes und meistgeschätztes Werk und wurde mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet. Kritiker preisen sie als Höhepunkt der zeitgenössischen kroatischen Lyrik: universell, grenzenlos, führt sie den Menschen durch die Kraft und das Geheimnis des Tigers zurück zur Natur und zum Geist. Für Bilosnić ist der Tiger „alles, was ein Dichter nicht ist“ – aber auch das, was er werden kann. Das Buch ist eine poetische Obsession, die das Tier transzendiert und zu einer kosmischen Vision der Freiheit wird.
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