
Dijalektika prijelaznog perioda
Das Buch stellt die Anthologie des Autors dar – den größten Teil bildet der Roman Čisla (Čisla), gefolgt von der Kurzgeschichte Macedonian Criticism of French Thought und mehreren Kurzgeschichten (Odin vog, Akiko, Fokus-grupa, Gost na prazniku bon).
Im Zentrum von Chislas Roman steht Stepa (Stepan), ein Oligarch des neuen russischen Kapitalismus der 90er/2000er Jahre. Er ist von Zahlen besessen: Seine „Sonnenzahl“ 34 (Symbol für Macht und Erfolg) steht im Konflikt mit seiner „Mondzahl“ 43 (Symbol für Ruin, die Chubais und Liberale). Stepa richtet sein Leben nach numerologischen Prinzipien aus – er wählt Zahlen für Telefone, Zimmer, Autos, Partner und Jobs – in dem Glauben, so sein Schicksal zu kontrollieren. Doch die Krise von 1998 und die politischen Wirren zerstören diese Illusion: Die Zahlen wenden sich gegen ihn und führen zu Paranoia, Halluzinationen und existenziellem Niedergang.
Pelevin karikiert das postsowjetische Russland: Oligarchen, Mafia, Politik, Buddhismus, New Age, Kapitalismus und Spiritualität werden zu Waren degradiert. „Dialektik“ ist eine Parodie auf den Marxismus – den Übergang vom Nichts (sowjetisches Nichts) zum Nichts (das neue russische Chaos), wo sich nichts ändert, sondern sich nur in neuen Formen wiederholt.
Die Geschichten sind kurz, absurd, buddhistisch-satirisch: über virtuellen Sex, japanische Kultur, Fokusgruppen und „Bon“ (buddhistisches Totenfest). Das gesamte Buch ist eine zynische, geistreiche Kritik am Übergang – vom Kommunismus zum Kapitalismus, vom Materiellen zum Virtuellen, vom Nichts zum Nichts – mit Pelevins unverkennbarer Mischung aus Philosophie, Popkultur und schwarzem Humor.
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