
Kaiserove kulije: roman njemačke ratne mornarice
„Die Kulis des Kaisers“ (1930) ist ein antimilitaristischer Roman von Theodor Plievier. Basierend auf seinen eigenen Erfahrungen schildert er das brutale Leben einfacher Matrosen in der deutschen Marine während des Ersten Weltkriegs und die Matrosenmeuter
Theodor Plievier (1892–1955), ein deutscher Schriftsteller mit linker Gesinnung, ist bekannt für seine dokumentarischen Kriegsromane (Stalingrad, Moskau, Berlin). „Die Kulis des Kaisers“ ist sein erster und einer seiner erfolgreichsten Romane, erschienen 1930.
Das Werk ist eine scharfe antimilitaristische Anklage gegen den Ersten Weltkrieg und die kaiserliche Armee. Plievier, der selbst in der Marine diente (unter anderem auf der SMS Wolf), schildert realistisch und dokumentarisch den Alltag der einfachen Matrosen – der „Kulis“ (Sklaven) Kaiser Wilhelms. Sie leben unter erbärmlichen Bedingungen, unter ständiger Angst vor der Offizierskaste, sinnlosen Übungen und der Furcht vor dem Tod auf See.
Der Roman verfolgt das Leben auf Kriegsschiffen, Seeschlachten (insbesondere im Skagerrak 1916), das alltägliche Leid und das allmähliche Erwachen des Widerstands. Der Höhepunkt bildet die Matrosenmeuterei von 1917, die zur Hinrichtung zweier Matrosen führte – ihnen ist der Roman gewidmet. Plievier verwebt autobiografische Elemente mit umfassender historischer Recherche und schafft so einen dokumentarischen Stil, den er später in seiner Trilogie über den Zweiten Weltkrieg perfektionierte.
Das Werk erlangte schnell internationalen Erfolg und wurde aufgrund seiner dezidiert pazifistischen Botschaft als „Remarque der Flotte“ bezeichnet. Die Nationalsozialisten verboten es 1933 und entzogen dem Autor die Staatsbürgerschaft. Der Stil ist direkt, schonungslos und realistisch – ohne Pathos, aber mit tiefem Mitgefühl für den einfachen Mann. Er kritisiert Militarismus, Klassenungleichheit in der Armee und die Sinnlosigkeit des Krieges im Interesse der Elite.
In der kroatischen Literatur war der Roman in der Zwischenkriegszeit ein populäres Werk, das den Lesern einen Einblick in die Schrecken des Ersten Weltkriegs aus der Perspektive eines einfachen Soldaten gewährte. Heute gilt er als Klassiker des Antimilitarismus und als wichtiges Beispiel eines dokumentarischen Romans des 20. Jahrhunderts.
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