
Mladost Tome Ivića
„Die Jugend des Toma Ivić“ (1928) ist ein autobiografischer Roman von Mate Ujević. Er schildert die spirituellen Irrfahrten, die Krisen der Jugend und die endgültige religiöse Bekehrung eines sensiblen jungen Mannes in der Herzegowina-Dalmatien.
Mate Ujević (1901–1967), ein bekannter kroatischer Lexikograf, Enzyklopädist und Schriftsteller, veröffentlichte 1928 den Roman Mladost Tome Ivića in der Reihe „Bibliothek der Guten Romane“ der Kroatischen Literarischen Gesellschaft des Heiligen Hieronymus. Es ist sein umfangreichstes Prosawerk mit stark autobiografischem Charakter.
Der Roman erzählt die Geschichte von Tome Ivić, einem sensiblen und intelligenten jungen Mann aus dem Hinterland der Herzegowina, der zur Schule geht und sich den Herausforderungen der modernen Welt, des Stadtlebens, ideologischer Konflikte und persönlicher Krisen stellen muss. Ujević beschreibt seine spirituellen Irrfahrten, Enttäuschungen in Freundschaft und Liebe, moralische Dilemmata und schließlich seinen Weg zum katholischen Glauben.
Das Werk ist im Geiste der katholischen Literatur der Zwischenkriegszeit verfasst. Der Roman thematisiert die religiöse Bekehrung, den Kampf zwischen weltlichen Verlockungen und spiritueller Berufung sowie den Konflikt zwischen traditioneller ländlicher Mentalität und neuen Ideen. Der Stil ist introspektiv, lyrisch und bisweilen belehrend, mit reichen Beschreibungen der herzegowinischen und dalmatinischen Natur.
Obwohl der Roman zu seiner Zeit in katholischen Kreisen Beachtung fand, erfuhr er keine große literarische Rezeption und wurde oft eher als Zeitdokument denn als hohes Kunstwerk betrachtet. Heute gilt er als authentisches Zeugnis der Jugendkrise der kroatischen katholischen Intellektuellen in den 1920er Jahren und als seltene antiquarische Ausgabe. Er stellt einen wichtigen Teil von Mate Ujevićs Frühwerk dar, bevor er sich ganz der lexikografischen und enzyklopädischen Arbeit widmete.
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