
Wildes Herz in Wyoming
Der Roman erzählt die Geschichte einer jungen Pionierin, die im amerikanischen Westen nach einem neuen Leben sucht. Durch Liebe, Konflikte mit der Natur und Begegnungen mit indigenen Stämmen erkennt sie, dass Mut, Loyalität und Verständnis für andere wich
Marilyn Durhams Roman „Der Mann, der die Sonne einfing“ (deutsche Ausgabe: „Wildes Herz in Wyoming“) erzählt eine epische Geschichte des amerikanischen Westens in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Handlung spielt in der Weite Wyomings, wo sich die Leben von Siedlern, Viehzüchtern, Suchenden nach einem Neuanfang und Angehörigen indigener Stämme verflechten. Die Autorin schildert eindrücklich eine Zeit, in der die amerikanische Grenze sich stetig nach Westen ausdehnte und der Alltag von Gefahr, Mangel und dem Kampf um Land geprägt war.
Die Hauptfigur des Romans ist eine junge Frau, die nach einer Reihe schwieriger Lebensumstände die Sicherheit der bekannten Welt verlässt und nach Wyoming geht. Dort begegnet sie einem Mann, dessen Mut, Verbundenheit mit der Natur und Respekt vor den indigenen Völkern in starkem Kontrast zu den Vorurteilen der damaligen Gesellschaft stehen. Ihre Liebesgeschichte entwickelt sich parallel zum Kampf ums Überleben an der rauen Grenze, wo jede Entscheidung über Leben und Tod entscheiden kann.
Die Nebenfiguren – Pioniere, Rancher, Soldaten und Angehörige indigener Stämme – spielen ebenfalls eine wichtige Rolle und beleuchten die unterschiedlichen Perspektiven auf die Eroberung des Westens. Die Autorin stellt die Konflikte nicht einseitig dar, sondern versucht, die Motive aller Beteiligten zu verstehen. Dadurch geht der Roman über die klassische Western-Erzählung hinaus. Besonders beeindruckend sind die Beschreibungen der Prärien, Berge und Flüsse Wyomings, die die Natur beinahe zu einem gleichberechtigten Bestandteil der Handlung machen.
Marilyn Durham ist bekannt für ihre gründliche historische Recherche zum amerikanischen Westen. So sind die Beschreibungen des Lebens der Pioniere, ihrer Bräuche und Beziehungen zu den indigenen Völkern mit großer historischer Genauigkeit gestaltet. Gerade diese Kombination aus historischer Authentizität, starken Charakteren und einer emotionalen Handlung macht den Roman für Fans historischer Sagen und der Wildwest-Literatur so attraktiv.
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