
Zakon ćutanja
Ein spannender Kriminalroman über Don Raymond Aprile, der sich aus der Mafia zurückzieht; nach seiner Ermordung sinnt sein Adoptivsohn Astorre auf Rache und deckt – unter Wahrung des Schweigegebots der Omertà – massive Korruption auf.
Omertà (veröffentlicht im Jahr 2000) ist Mario Puzos letzter Roman – er erschien posthum – und bildet den Abschluss seiner gefeierten Mafia-Trilogie, zu der auch Der Pate und Der letzte Don gehören. Benannt nach dem traditionellen sizilianischen Schweigegelübde, das jegliche Zusammenarbeit mit den Behörden untersagt, erzählt der Roman eine spannungsgeladene, vielschichtige Geschichte über Loyalität, Macht, Rache und den Verfall alter moralischer Prinzipien in der modernen Welt. Im Mittelpunkt steht Astorre Viola, der Adoptivsohn und treue Schützling des alternden Mafia-Bosses Don Raymond Aprile. Don Aprile beschließt, der kriminellen Unterwelt endgültig den Rücken zu kehren, um seinen leiblichen Kindern ein komfortables, legales Leben und gesellschaftliches Ansehen zu sichern. Doch kurz nach seinem Rückzug wird er auf den Stufen einer Kirche brutal ermordet. Trotz der Anwesenheit von FBI-Agenten und modernster Überwachungstechnik bleibt der Mörder unerkannt; im Hintergrund des Verbrechens spannt sich ein Netz aus Korruption auf höchster Ebene, das internationale Kartelle, zwielichtige Banker und staatliche Institutionen miteinander verknüpft. Astorre beschließt, seinen Ziehvater zu rächen, und verlässt sich dabei auf die gnadenlosen Regeln der Omertà sowie auf seine eigene Gerissenheit. Mit seinem unverwechselbaren Erzählstil stellt Puzo die traditionelle Mafia-Unterwelt der modernen Finanz- und Politkriminalität gegenüber und veranschaulicht, wie sich heutige Konzerne und Banken Methoden angeeignet haben, die selbst die alten Mafia-Paten in den Schatten stellen würden. Der Roman bietet eine dynamische Handlung voller überraschender Wendungen, faszinierender Charaktere und einen schonungslosen Blick auf die Schattenseiten des amerikanischen Traums.
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