Godan

Godan

Munshi Prem Chand

In dem kleinen Dorf Belari, wo sich die Felder wie müde Träume erstrecken, lebte Hori, ein Mann, dessen Herz tief mit dem Land verwurzelt war, das er bestellte. Er war ein armer Bauer, fromm und gläubig, mit seiner Frau Dhania, die das Feuer seines Hauses war – mutig, redegewandt und gerecht. Sie hatten drei Kinder: einen Sohn, Gobar, voller rebellischem Geist, und zwei Töchter, Rupa und Sona, die im Schatten des Leidens aufblühten.

Horis Traum war einfach, aber heilig: eine Kuh. Nicht nur für Milch und einen Pflug, sondern für Godaan – das rituelle Geschenk einer Kuh an einen Brahmanen, eine Tat, die ihm einen Platz im Himmel sichern sollte. Nach Jahren des Hungers und der Schulden kaufte Hori schließlich eine Kuh auf Kredit von seinem Nachbarn Bhola. Doch das Schicksal schlug zu, grausam wie der Monsun: Horis Bruder Heera, eifersüchtig und verbittert, vergiftete das Tier. Heeras Flucht brachte die Polizei vor Horis Tür und die Schulden türmten sich wie Wolken – bei Kredithaien, Grundbesitzern und dem Zoll.

Dhania stand ihm bei und kämpfte mit Zunge und Händen gegen die Ungerechtigkeit. „Wir sind das Rückgrat dieses Landes!“, rief sie bei Dorfversammlungen. Gobar, des bäuerlichen Jochs müde, floh mit Jhunia, der Tochter Bholas, nach Lucknow. Die Liebe verband sie, doch die Stadt trennte sie: Gobar wurde Unternehmer in einer Fabrik, doch in einem Moment der Schwäche ließ er Jhunia bei seinen Eltern zurück. Hori und Dhania, mit Herzen so weit wie ein Fluss, nahmen sie als ihre Schwiegertochter an und verletzten damit Kastenregeln und Sitten. Der Bauernpanochayat bestrafte sie – man nahm ihnen ihre Ochsen weg und ließ sie ohne Pflügen zurück.

Doch trotz aller Widrigkeiten gab Hori nicht auf. Trotz Krankheit und Verlusten blieb er ein Symbol des Widerstands – ein Mann, der mit schweißnassen Händen das Land bearbeitete, treu dem Dharma. Am Ende spendete er in seiner Qual seine letzte Rupie einem Brahmanen statt einer Kuh und flüsterte dabei Gebete. „Das Leben ist ein Geschenk und Leiden eine Lektion“, sagte er zu Dhani, der neben ihm weinte.

Titel des Originals
Dar krave
Übersetzung
Zora Minderović
Editor
Čedomir Minderović
Maße
19 x 10,5 cm
Seitenzahl
2601
Verlag
Kosmos, Beograd, 1960.
 
Latein Schrift. Taschenbuch.
Sprache: Serbisch.

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