
Nekoć kad smo bili odrasli
Anne Tylers Roman „Once Upon a Time When We Were Grown Ups“ erzählt die Geschichte von Rebecca Davitch, einer Frau mittleren Alters, die sich zu fragen beginnt, ob ihr Leben den von ihr selbst gewählten Weg genommen hat oder ob es von einer Kombination vo
Es war einmal, als wir erwachsen waren ist ein Roman der amerikanischen Autorin Anne Tyler über Identität, Familie und verpasste Chancen im Leben. Die Hauptfigur Rebecca Davitch ist in ihren Fünfzigern und leitet das Familienunternehmen für Partys in Baltimore. Sie ist die Witwe von Joe Davitch und lebt seit Jahren in einem großen Haus, umgeben von seinen Töchtern aus erster Ehe, ihrer gemeinsamen Tochter und zahlreichen Verwandten, die eine ungewöhnliche, aber eng verbundene Familie bilden.
Obwohl sie nach außen hin zufrieden und erfolgreich wirkt, hat Rebecca zunehmend das Gefühl, zu einer Person geworden zu sein, die sie sich nie hätte vorstellen können. Als junges Mädchen war sie ernst, zurückhaltend und ehrgeizig, mit Plänen für ihr Studium und ein anderes Leben. Nach ihrer überstürzten Heirat mit dem charismatischen Joe und seinem plötzlichen Tod übernahm sie die Verantwortung für die gesamte Familie und gab nach und nach ihre eigenen Träume auf.
Der Wendepunkt kommt, als sie zufällig Will Allenby wiedertrifft, den jungen Mann, mit dem sie vor ihrer Begegnung mit Joe verlobt war. Die Begegnung wirft die Frage auf, wie ihr Leben verlaufen wäre, hätte sie andere Entscheidungen getroffen. Rebecca beginnt, ihre eigene Vergangenheit neu zu betrachten, ihre Beziehungen zu ihren Kindern, ihre Erinnerungen an ihren Mann und ihr Selbstbild.
Der Roman folgt nicht den großen Ereignissen, sondern der inneren Wandlung der Protagonistin. Anhand von Alltagssituationen, Familientreffen und Gesprächen schildert Anne Tyler die komplexen Beziehungen zwischen den Familienmitgliedern und wie sich Menschen im Laufe der Jahre allmählich verändern.
Im Zentrum des Werkes steht die Frage, ob man im Erwachsenenalter die Richtung seines Lebens noch ändern kann oder ob die Identität durch eine Reihe von Entscheidungen geprägt wird, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Rebecca sucht nicht so sehr nach einer neuen Liebe, sondern versucht vielmehr, sich selbst zu verstehen und mit ihrer Vergangenheit Frieden zu schließen. Der Roman ist eine subtile und emotional packende Studie über Familie, Erinnerungen und die Möglichkeit der persönlichen Veränderung.
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