
Frajerski nokturno
„Frajerski nocturno“ ist eine Gedichtsammlung von Zvonimir Majdak aus dem Jahr 1976, die in der Zeit seiner größten Schaffenskraft erschien. Es handelt sich um einen eigenständigen Gedichtband, nicht um eine Auswahl aus seinem Gesamtwerk wie die spätere A
In dieser Sammlung präsentiert Majdak die Lyrik der urbanen Zagreber „Kumpelwelt“ – Nachtleben, Cafés, Begegnungen auf der Straße, flüchtige Beziehungen und existentielle Nonchalance. Die Gedichte sind in einer umgangssprachlichen, volkstümlichen Sprache verfasst, die Zagrebs Flair, Redewendungen und den Rhythmus der Straße perfekt einfängt, mit einem Hauch von Zynismus, Ironie und Melancholie. Der Titel „Nocturne“ spielt auf nächtliche Eindrücke an, jedoch mit einem lässigen, antiromantischen Touch – statt klassischer Lyrik sind die Nächte hier von Alkohol, Chansons, erotischen Anspielungen und einem Gefühl der Vergänglichkeit geprägt.
Zentrale Themen:
Nacht und die Stadt – Szenen aus Zagrebs Straßen, Bars und Straßenbahnen; die Welt der „alten Hasen“ und Verlierer, die sich mit der Absurdität des Alltags auseinandersetzen.
Liebe und Sex – erotische Motive, jedoch ohne Idealisierung; kurze, zynische Beziehungen, Einsamkeit in einer Partnerschaft.
Existenzieller Zynismus – der Held ist ein typischer „Dude“: charmant, distanziert, sich des Absurden bewusst, aber dennoch vital und geistreich.
Sprache und Stil – rhythmisch, im Street-Style, mit Elementen der Beat-Poetik und des Chansons; kurze Formen, Refrains, Wiederholungen, die einen rauchigen Charme erzeugen.
Ein Beispiel für die Atmosphäre: Die Dudes verhalten sich „wie Schlafwandler, wenn ihnen danach ist“, knöpfen ihre Mäntel auf, die Welt betrachtet die Sonnenstrahlen mit anderen Augen – eine Mischung aus nächtlicher Euphorie und morgendlicher Resignation.
Die Sammlung gehört zu Majdaks Schaffensphase in den 70er Jahren, nach Romanen wie „Kužiš, stari moj“ (1970) und „Stari dečki“ (1975), in der die Poesie mit dem Prosabild eines marginalisierten, urbanen Mannes ohne große Ideale verbunden ist. Es ist weniger bekannt als seine Prosa-Erfolge, aber es repräsentiert die authentische Stimme der Zagreber „Straße“ jener Zeit – ohne Pathos, mit Humor und Distanz.
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