Zanimljiva vremena, nemirna vremena: S Lešekom Kolakovskim razgovarao Zbignjev Mencel

Zanimljiva vremena, nemirna vremena: S Lešekom Kolakovskim razgovarao Zbignjev Mencel

Leszek Kolakowski

Ein Buch mit Interviews, in dem Kołakowski rückblickend seinen Lebensweg und seine intellektuelle Reise durch das turbulente 20. Jahrhundert beschreibt – vom Polen der Vorkriegszeit über die Nazi-Besatzung, den Stalinismus, den revisionistischen Marxismus

Geboren 1927 in einer Arbeiterfamilie, wurde Kołakowski schon in jungen Jahren ein überzeugter Marxist und Mitglied der PZPR. Nach dem Krieg studierte er Philosophie und avancierte schnell zu einem Star. In den 1950er Jahren lehrte er marxistische Philosophie, doch bereits Ende der 50er Jahre begann er, seine Ansichten zu revidieren (Kritik am dogmatischen Stalinismus, Betonung des humanistischen Marxismus). Ein Wendepunkt: 1966, nach seiner berühmten Rede vor Studenten zum zehnten Jahrestag des Tauwetters, wurde er wegen „Revisionismus“ aus der Partei ausgeschlossen. Dies machte ihn zu einer Symbolfigur des Widerstands gegen das Regime.

1968 emigrierte Kołakowski (zuerst nach Kanada, dann nach Oxford). In dem Buch beschreibt er:

  • Kindheit und Krieg (Verlust des Vaters, Hunger, Angst)

  • die Illusionen des jugendlichen Kommunismus und die spätere Enttäuschung

  • die innere Logik des Totalitarismus (später in „Hauptströmungen des Marxismus“ ausgearbeitet)

  • Konflikte mit der Partei und Studentenunruhen 1968

  • das Leben im Exil, Begegnungen mit Popper, Berlin und anderen Denkern

den Übergang vom Marxismus zur liberalen Philosophie, zur christlichen Tradition und zum skeptischen Konservatismus

Das Buch ist keine systematische Autobiografie, sondern eine Reihe von Gesprächen – ironisch, selbstkritisch, oft bitter. Der Titel spielt auf einen chinesischen Fluch an: „Möge Gott uns in interessanten Zeiten leben lassen“ – Kołakowski lebte genau in solchen Zeiten und glaubt, dass diese Zeiten unruhig, aber auch intellektuell fruchtbar waren. Es zeigt, wie ideologische Besessenheit ins Verderben führt und wie die Freiheit des Denkens ständige Wachsamkeit erfordert.

Das Buch ist ein außergewöhnliches Zeugnis eines der wichtigsten Kritiker des Marxismus im 20. Jahrhundert – vom Gläubigen zum schärfsten Gegner.

Titel des Originals
Ciekawe czasy, niespokojne czasy
Übersetzung
Biserka Rajčić
Editor
Gojko Tešić
Illustrationen
Ana Beata Bohđevič
Titelseite
Miloš Majstorović
Maße
23 x 16 cm
Gesamtzahl der Seiten
336
Verlag
Službeni glasnik, Beograd, 2009.
 
Kyrillisch Schrift. Taschenbuch.
Sprache: Serbisch.

Das Buch besteht aus zwei Bänden.

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Zanimljiva vremena, nemirna vremena: S Lešekom Kolakovskim razgovarao Zbignjev Mencel
Der erste Band
Seitenzahl: 193
Zustand:Gebraucht, in ausgezeichnetem Zustand
Zanimljiva vremena, nemirna vremena: S Lešekom Kolakovskim razgovarao Zbignjev Mencel
Der zweite Band
Seitenzahl: 143
Zustand:Gebraucht, in ausgezeichnetem Zustand
 

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