
Svemirski trgovci
Space Traders ist eine satirische Science-Fiction-Dystopie. Der Werbeexperte Mitch Courtenay soll die Kolonisierung der Venus vermarkten. Dabei deckt er Manipulationen auf, gerät in Schuldknechtschaft und schließt sich den Rebellen gegen die Tyrannei der
Space Traders (1952) ist ein Klassiker der Science-Fiction und eine bissige Satire auf die Konsumgesellschaft. Frederik Pohl und Cyril M. Kornbluth (die gemeinsam die Galaxy-Reihe unter dem Titel Gravy Planet schrieben) schildern ein 22. Jahrhundert, in dem Werbeagenturen (wie Fowler Schocken Associates) mächtiger sind als Regierungen – sie bestimmen Politik, Wirtschaft und das Leben der Menschen.
Die Hauptfigur Mitchell Courtenay, ein erfolgreicher Werbetexter und überzeugter Kapitalist, erhält den größten Auftrag seiner Karriere: Er soll die Menschen davon überzeugen, dass die Venus (ein giftiger, höllischer Planet) ein himmlisches Kolonialziel ist. Er nutzt alle Manipulationsmethoden – unterschwellige Werbung, Fake News, Drogen im Essen –, um den Traum von der Auswanderung zu verkaufen. Doch der Plan gerät außer Kontrolle: Er deckt eine Verschwörung gegen sich auf, wird entführt, seine Identität ausgelöscht und er wird auf der Venus in Schuldknechtschaft gezwungen.
Dort wird er mit einer brutalen Realität konfrontiert: Der Konsumismus zerstört die Erde, und Konzerne unterdrücken die Wahrheit. Er schließt sich den „Consies“ an, einer Untergrundbewegung von Umweltrebellen, die gegen die Zerstörung des Planeten kämpfen. Der Roman schildert seine Wandlung vom loyalen Diener des Systems zum Revolutionär.
Der Stil ist rasant, witzig, zynisch – voller schwarzem Humor, scharfsinniger Dialoge und Vorhersagen (Massenmarketing, Umweltkrise, Macht der Konzerne), die heute erschreckend aktuell sind. Es ist nicht nur Science-Fiction, sondern eine Kritik an Kapitalismus und Konsumdenken. Heute gilt es als einer der einflussreichsten Romane der 50er-Jahre – ein Muss für alle, die 1984 oder Schöne neue Welt in Werbeverpackungen mögen.
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