
Ekstaze i mamurluci
Buchstäblich in letzter Minute, bevor unsere gesamte Medienlandschaft explodierte, war diese Broschüre die erste, die ein Loblied auf das Trinken anstimmte, aber kein Loblied auf die Trunkenheit!
Dieses Buch wurde Anfang 1989 in aller Eile verfasst. Es erschien daher zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, mitten im Niedergang des damaligen sozialistischen Systems, was seine Verbreitung jedoch nicht verhinderte und es zu einer wahren Sensation machte. Die interessierten Leser dürsteten förmlich nach einer solchen Sammlung feuilletonistischer, essayistischer und kulturvergleichender Lobgesänge auf den Weingenuss. Denn bis dahin gab es in unserem Land lediglich Fachpublikationen über Weinbau und Weinherstellung – natürlich sehr wichtig, notwendig und ihren Zweck entsprechend geschätzt –, doch die vielen Weintrinker brauchten eine Art stichhaltige Rechtfertigung für ihre Leidenschaft. Die Massenmedien, insbesondere die Printmedien, hatten noch nicht die Freiheit erlangt, solche besonderen (feineren) hedonistischen Genüsse zu preisen, denn obwohl verschiedene politische Mauern in der Welt und um uns herum bereits zu fallen begannen, waren die Stimmen derer, die das Recht forderten, „feine Gaumen“ zu legalisieren und antimoralische Genüsse zu propagieren, noch nicht aus den Trümmern befreit worden. Nun, dieser Durst wurde durch dieses Buch gestillt, das erste seiner Art in der kroatischen Literatur (man nannte es auch Sachbuch!), denn mit voller Überzeugung des Autors (gebildet und erfahren) machte er sich an die Literarisierung der alltäglichen, aber gelegentlich auch der elitären Weinliebe (und der dazugehörigen Gastronomie!).
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