
Ili jesmo ili nismo
„Entweder wir sind oder wir sind nicht“ (1933) ist Slavko Kolars bekannteste Kurzgeschichtensammlung. Mit satirischem und warmherzigem Humor schildert Kolar das Leben im kroatischen Dorf und im einfachen Volk im Jugoslawien der Zwischenkriegszeit – Wahlbe
Slavko Kolar (1891–1963) veröffentlichte 1933 den Kurzgeschichtenband Ili jesmo ili nismo im Verlag Matica hrvatska in Zagreb. Dies ist seine erste bedeutende Sammlung und eine der erfolgreichsten Leistungen kroatischer humoristischer und satirischer Prosa des 20. Jahrhunderts.
Die Sammlung enthält mehrere miteinander verbundene Kurzgeschichten, in denen Kolar meisterhaft den Alltag in kroatischen Dörfern und Kleinstädten schildert. Neben der titelgebenden Kurzgeschichte Ili jesmo ili nismo umfasst die Sammlung auch die Kurzgeschichten Ptica nebeska, Politička večera, Kompromis und Žljiva. Durch humorvolle Situationen und lebhafte Dialoge thematisiert der Autor Wahlbetrug, Korruption, bürokratische Absurditäten, Armut und die Gerissenheit der Bauern, die in schwierigen Zeiten ums Überleben kämpfen.
Kolars Humor ist subtil, aber bissig. Hinter dem Lachen verbirgt sich oft tiefgründige Gesellschaftskritik und Mitgefühl für den einfachen Mann. Seine Bauern sind nicht idealisiert – sie sind gerissen, manchmal egoistisch, aber immer menschlich. Besonders gut gelingt es ihm, die Sprache, die Mentalität und die Atmosphäre des ländlichen Raums einzufangen.
Die Sammlung war unmittelbar nach Erscheinen ein großer Erfolg und etablierte Kolar als den führenden kroatischen Humoristen. Sie gilt als Klassiker der kroatischen Prosa der Zwischenkriegszeit und als eine der besten Darstellungen des Landlebens in der kroatischen Literatur.
Der Stil ist lebendig, dynamisch und äußerst lesbar. Kolar verbindet Realismus mit Ironie und sanfter Lyrik und schafft so eine Prosa, die gleichermaßen unterhaltsam und zutiefst menschlich ist. „Entweder wir sind oder wir sind“ zählt bis heute zu Kolars meistgelesenen und erfolgreichsten Werken, und einige Geschichten (insbesondere die Titelgeschichte) wurden in Anthologien aufgenommen.
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