
Izvori za hrvatsku povijest do 1526. godine
Das Werk präsentiert wichtige narrative und diplomatische Quellen zur kroatischen Geschichte bis zum Jahr 1526 und analysiert deren Zuverlässigkeit, Kontext und Zusammenhänge kritisch. Im Fokus steht die Entwicklung der kroatischen politischen Strukturen
Nada Klaićs „Quellen zur kroatischen Geschichte bis 1526“ sammelt und analysiert systematisch die wichtigsten narrativen, juristischen, epigraphischen und diplomatischen Quellen der Frühzeit der kroatischen Geschichte. Die Autorin gibt einen Überblick über fränkische und byzantinische Darstellungen der frühen kroatischen Staatlichkeit, darunter die Werke Konstantins Porphyrogenitus, fränkische Annalen und päpstliche Schriften. Sie hebt deren Bedeutung hervor, geht aber auch auf die Probleme der Fragmentierung, der politischen Voreingenommenheit und späterer Interpolationen ein.
Anschließend untersucht Klaić innerkroatische Quellen ab dem 11. Jahrhundert: Chroniken, Genealogien, Annalen und Rechtsdokumente, die die Entwicklung des kroatischen Königreichs, die Beziehungen zu Ungarn und die allmähliche Herausbildung des Adels beleuchten. Besonders hervorzuheben sind die Povalj-Charta, das Vinodol-Gesetz, Dokumente kroatisch-ungarischer Herrscher und die kommunale Satzungstradition dalmatinischer Städte. Die Analyse konzentriert sich auf den Machtwechsel, die Rolle des Adels, den Prozess der Feudalisierung und die Herausbildung der territorialen Organisation.
Der dritte Teil des Buches widmet sich dem Originalmaterial, das die politischen und sozialen Veränderungen im späten Mittelalter nachzeichnet, darunter die osmanischen Invasionen, die Umgestaltung des Verteidigungssystems und die Stärkung lokaler Autonomien. Der Autor hebt die Bedeutung der Archivbestände in Zagreb, Zadar, Trogir, Split und Dubrovnik sowie europäischer Archive hervor, die wichtige Dokumente über kroatische Herrscher und Diplomatie bewahren.
Das Buch bietet nicht nur eine Quellenliste, sondern auch deren kritische Interpretation. Klaić weist auf die methodischen Herausforderungen der historischen Forschung hin: Probleme der Authentizität, Datierung, Transkription und späterer Veränderungen sowie die Notwendigkeit einer vergleichenden Analyse verschiedener Traditionen zur Rekonstruktion früher politischer Prozesse. Das Ergebnis ist eine umfassende Darstellung des Materials, das für das Verständnis der kroatischen Geschichte bis zur Schlacht bei Mohács unerlässlich ist.
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