
Povijest Dubrovnika do 1808.
Die Entwicklung Dubrovniks vom Mittelalter bis zur Auflösung der Republik, dargestellt anhand von Politik, Gesellschaft und Handel. Nachdruck der Erstausgabe von 1980 mit einem Autorenverzeichnis, das in der Erstausgabe fehlte.
Vinko Foretićs zweibändiges Werk Die Geschichte Dubrovniks bis 1808 schildert die chronologische und thematische Entwicklung der Republik Dubrovnik von ihren frühmittelalterlichen Anfängen bis zum endgültigen Ende ihrer Staatlichkeit durch die Eingliederung in Napoleons Regierung. Der Autor verknüpft die politische Geschichte mit den wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Prozessen, die die einzigartige Identität des Stadtstaates prägten.
In den ersten Jahrhunderten entwickelte sich Dubrovnik zu einem Handels- und Seefahrtszentrum zwischen Ost und West und erlangte im Konflikt mit byzantinischen, venezianischen und ungarisch-kroatischen Einflüssen allmählich Autonomie. Foretić analysiert, wie diplomatisches Geschick, Handel und die Fähigkeit, ein Gleichgewicht zwischen den Großmächten zu wahren, der Republik relative Stabilität und Wachstum ermöglichten, insbesondere im späten Mittelalter und der frühen Neuzeit.
Im 15. und 16. Jahrhundert erreichte Dubrovnik seinen wirtschaftlichen und kulturellen Höhepunkt. Die gebildete Patrizierklasse entwickelte ein ausgefeiltes Verwaltungssystem, und Kaufleute weiteten ihre Netzwerke auf dem Balkan, in der Levante und im Mittelmeerraum aus. Foretić betont die Bedeutung von Schifffahrt, Diplomatie und Handelsprivilegien sowie die Beziehungen zum Osmanischen Reich, dessen Schutz für das Überleben der Republik entscheidend war. Das verheerende Erdbeben von 1667 markiert einen Wendepunkt, dem eine lange Phase des Wiederaufbaus, der institutionellen Reorganisation und des wirtschaftlichen Niedergangs folgt.
Der Autor widmet der Sozialstruktur besondere Aufmerksamkeit: Patrizier, Bürgerliche, Leibeigene in Konavle und dem Alltag der Stadt. Er schildert auch den langjährigen Kampf zwischen dem abgeschotteten Adel und den wachsenden Bürgerlichen sowie die Versuche, die Verwaltung im 18. Jahrhundert zu modernisieren. Foretić schließt seine Darstellung mit dem Zusammenbruch der Republik im Jahr 1808 ab, als die französische Regierung die jahrhundertealte Ordnung abschaffte und damit eines der langlebigsten politischen Systeme Europas beendete.
Das Buch besteht aus zwei Bänden.
Angeboten wird ein Exemplar.







