
Mars
Asja Bakićs Kurzgeschichtensammlung „Mars“ stützt sich auf zwei gängige Assoziationsmuster, die der „rote Planet“ in der popkulturellen Vorstellungswelt hervorruft.
Einerseits sind dies die Konventionen der Science-Fiction, mit denen die Autorin in ihren Geschichten spielt und dystopische Zukunftswelten erschafft; andererseits wird der weit verbreitete Mythos vom Mars als „männlichem“ Planeten von den feministisch geprägten, kämpferischen und mitunter gefährlichen Heldinnen ihrer Geschichten infrage gestellt. Doch unabhängig davon, ob Zukunft oder Gegenwart thematisiert werden, ob die persönlichen Welten der Figuren oder planetarische Probleme im Mittelpunkt stehen, wechseln die Geschichten der Autorin ständig die Perspektive und entziehen sich festen Bezugspunkten. Ihre Vorliebe für Elliptizität und Offenheit gründet sich auf die Überzeugung, dass die Fantasie dort am stärksten entfaltet wird, wo Fragen ihren Anfang nehmen.
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