
O podrijetlu i zgodama Slavena
Eine kritische zweisprachige (lateinisch-kroatische) Ausgabe von Pribojevićs Rede aus dem Jahr 1525, in der er Ursprung, Ruhm und Geschichte der Slawen preist und sie mit den Illyrern und anderen antiken Völkern gleichsetzt. Ein Klassiker des frühen Pansl
Das Werk von Vinko Pribojević (Vincentius Priboevius, ca. 1480 – nach 1532), einem Dominikaner und Humanisten aus Hvar, zählt zu den bedeutendsten Werken der kroatischen lateinischen Literatur des 16. Jahrhunderts. Die Rede De origine successibusque Slavorum (Über den Ursprung und die Abenteuer der Slawen) wurde 1525 auf Hvar gehalten und 1532 in Venedig erstmals gedruckt.
Die JAZU-Ausgabe von 1951 (Bibliothek der kroatischen Latinisten, Band 1) ist zweisprachig – sie enthält den lateinischen Originaltext zusammen mit einer kroatischen Übersetzung. Herausgegeben wurde sie von dem Akademiker Grga Novak, der eine ausführliche Einleitung und Anmerkungen verfasste und den Text für den Druck vorbereitete. Die kroatische Übersetzung stammt von Veljko Gortan, der auch das Register erstellte. Dies ist die erste wissenschaftlich-kritische Ausgabe des Werkes, die es einem zeitgenössischen Leser mit der nötigen Ausstattung zugänglich machte.
Pribojevićs Werk ist in drei Teile gegliedert. Im ersten Teil entwickelt der Autor die mythologisch-genealogische Geschichte der Slawen und verbindet sie mit ihren biblischen Vorfahren (über Japhet) und antiken Völkern – den Illyrern, Thrakern, Makedonen, Goten, Sarmaten und Vandalen. Er behauptet ihre Autochthonie auf dem Balkan und ihre Kontinuität seit der Antike. Der zweite Teil feiert die Erfolge und den Ruhm der Slawen, und der dritte verherrlicht Dalmatien und ihre Heimatinsel Hvar und liefert wertvolle ethnografische und historische Daten über die Insel im 16. Jahrhundert.
Das Werk ist ein Pionierwerk des Panslawismus in der kroatischen Kultur: Es propagiert die Idee des gemeinsamen Ursprungs und der Größe aller Slawen, die später die illyrische Bewegung und das Nationalbewusstsein prägte. Der Stil ist typisch für den Renaissance-Humanismus – rhetorisch reichhaltig, voller Zitate antiker Autoren, biblischer Symbolik und klassischer Anspielungen.
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