
Majčin grijeh
Eine Sammlung von Kurzgeschichten von Branko Klarić, darunter die titelgebende Novelle Majčin grijeh (Mutters Sünde) (1940) und weitere Geschichten moralisch-spiritueller und sozialer Natur, ist die katholisch geprägte Prosa des damals jungen Lehrers, Dic
Branko Klarić (1912–1945) war Lehrer, Dichter geistlicher und patriotischer Lyrik und Mitglied katholischer Literaturkreise. Er starb nach Bleiburg auf dem Kreuzweg. Obwohl er vor allem für seine Lyrik bekannt ist, zeigt diese Sammlung seine Neigung zu moralisierender und spiritueller Prosa.
Die Sammlung enthält Geschichten in einem schlichten, gefühlvollen Stil mit klaren katholischen Moralvorstellungen. Die zentralen Themen sind Sünde und Buße, Mutterliebe und Aufopferung, Familienkonflikte, Armut, Glaube und Erlösung. Die Titelgeschichte „Die Sünde der Mutter“ und andere ähnliche Kurzgeschichten behandeln die Folgen des moralischen Verfalls für die Familie und das Schicksal des Einzelnen, wobei die Möglichkeit der Buße und des Heils betont wird.
Das Büchlein richtet sich an ein breites katholisches Publikum, insbesondere an Familien und Jugendliche, und hat einen lehrreichen und anregenden Charakter. Das Cover wurde von Vladimir Mirosavljević, einem kroatischen Maler, Grafiker, Illustrator und Archäologen, gestaltet. Der Stil ist realistisch-moralisch, typisch für die katholische Literatur der Zwischenkriegszeit – ohne große künstlerische Experimente, aber ehrlich und lehrreich.
Heute handelt es sich um eine seltene antiquarische Publikation, die für das Studium der spirituellen und katholischen Literatur Kroatiens vor dem Zweiten Weltkrieg von Interesse ist. Die Sammlung spiegelt die konservativen Werte der kroatischen katholischen Intelligenz jener Zeit wider – die Betonung von Familie, moralischer Reinheit und religiösem Leben. Wie die meisten Werke Klarićs wurde auch dieses nach 1945 im sozialistischen Jugoslawien marginalisiert.
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