
C. i Kr. ratni logori 1914.–1918.
Der erste umfassende Bericht über das Leid der istrischen Zivilbevölkerung (hauptsächlich Frauen, Kinder und ältere Menschen) in österreichisch-ungarischen Flüchtlingslagern während des Ersten Weltkriegs, basierend auf den persönlichen Erinnerungen des Au
Josip (José) Defrančeskis Buch „Kriegslager in Tschechien und Tschechien 1914–1918“ ist eines der wichtigsten Zeugnisse der humanitären Katastrophe, die die Bevölkerung Südistriens nach Italiens Kriegseintritt 1915 heimsuchte. Die österreichisch-ungarischen Behörden evakuierten (oder vertrieben) Zehntausende Zivilisten – hauptsächlich Kroaten aus der Gegend um Pula und Ližnjan – und brachten sie in Lager und Siedlungen in Ungarn, Mähren, Tschechien und Österreich unter. Am schlimmsten war die Lage im großen Flüchtlingslager Gmünd in Niederösterreich, wo Tausende aufgrund der katastrophalen Bedingungen an Hunger, Typhus, Ruhr und anderen Krankheiten starben.
Der Autor José Defrančeski (Ližnjan, 1906 – Argentinien, Mitte der 1970er Jahre) schrieb das Buch auf Grundlage seiner eigenen traumatischen Kindheitserfahrungen. Als Neunjähriger wurde er zusammen mit seiner Mutter, seinen Brüdern, seiner Großmutter und seinem Großvater aus Ližnjan vertrieben. Im Lager Gmünd verlor er seinen jüngeren Bruder Ivica und seinen Großvater. Das Buch ist daher zugleich eine persönliche Erinnerung und eine umfassende historische Dokumentation des Schicksals der istrischen „Evakuierten“. Defrančeski betont, dass er nichts übertrieben, sondern vieles sogar abgeschwächt habe.
Das Buch stellt die erste umfassende Darstellung dieses Themas in der kroatischen (jugoslawischen) Literatur dar. Später erschien eine erweiterte Ausgabe (Ližnjan, 2015). Der Stil ist direkt, emotional und dokumentarisch, mit vielen konkreten Namen, Orten und Schicksalen. Das Buch ist nicht nur eine Anklage gegen die österreichisch-ungarischen Behörden wegen Fahrlässigkeit und unmenschlicher Behandlung, sondern auch eine wertvolle Quelle für die Erforschung des Ersten Weltkriegs im Kontext der Italianisierung Istriens und des Schicksals der istrischen Kroaten.
Heute gilt es als bibliografische Rarität. Exemplare der Erstausgabe von 1937 sind auf dem Markt sehr selten und bei Sammlern von istrischen Themen, Literatur über den Ersten Weltkrieg und Regionalgeschichte begehrt.
Angeboten wird ein Exemplar
- Spuren von Patina
- Leichte Beschädigung der Abdeckung





