
Na granici sjene
„Am Rande des Schattens“, der einzige Roman von Jan Čep, erzählt die Geschichte von Prokop Randa, der in seine Heimatstadt zurückkehrt und dort die Suche nach Sinn in ein tiefgründiges spirituelles und existenzielles Drama mündet.
Am Rande des Schattens des tschechischen Schriftstellers Jan Čep ist die Übersetzung seines einzigen Romans. Das Werk nimmt einen besonderen Platz in Čeps Schaffen ein, da er vor allem als Erzähler und Essayist bekannt war, während dieser Roman sein umfangreichstes und ambitioniertestes Prosawerk darstellt. Im selben Jahr wurde der Roman mit dem Jahrespreis des Verlags Melantrich ausgezeichnet.
Die Handlung dreht sich um den dreißigjährigen Prokop Randa, einen Lehrer und Dichter, der nach persönlichen Enttäuschungen in sein Heimatdorf zurückkehrt, auf der Suche nach Frieden, Zugehörigkeit und einem neuen Lebensweg. Um ihn herum drängen sich ihm mehrere markante Charaktere: sein Großvater Zavadil, der sich mit der Vergänglichkeit des Lebens abgefunden hat, sein Freund Šimon, der der Realität zu entfliehen versucht, und Jiřina, deren Schicksal Fragen nach Schuld, Leid und Erlösung aufwirft. Anhand ihrer Schicksale erkundet Čep die Grenze zwischen der sichtbaren und der unsichtbaren Welt, Leben und Tod, Hoffnung und Verzweiflung.
Obwohl der Roman in der ländlichen Umgebung Mährens spielt, ist sein Thema universell: die Suche eines modernen, spirituell orientierungslosen Menschen nach Identität und Sinn. Čep verbindet psychologische Analyse, lyrische Atmosphäre und eine christlich-philosophische Weltanschauung zu einem Werk von außergewöhnlicher meditativer Kraft.
Heute gilt Am Rande des Schattens als einer der wichtigsten Romane der tschechischen Literatur der Zwischenkriegszeit und als wertvolles Beispiel mitteleuropäischer Existenzialprosa. Ältere Übersetzungen sind besonders interessant für Sammler und Liebhaber mitteleuropäischer Literatur.
Angeboten wird ein Exemplar
- Die Abdeckung fehlt
- Spuren von Patina





