
Kralj Lear
Eine Tragödie über einen alternden König, der durch die Spaltung seines Reiches und den blinden Glauben an die falsche Liebe seiner Tochter Macht und Verstand verliert. Durch Leid und einen Sturm erkennt er die Wahrheit, doch zu spät, um sich und seine ge
William Shakespeares „König Lear“ zählt zu den größten und ergreifendsten Werken der Weltliteratur. Diese meisterhafte Tragödie in fünf Akten beleuchtet die verheerenden Folgen von Täuschung, Machtmissbrauch, menschlicher Gier und zerbrochenen Familienbanden. Die Handlung beginnt, als der alternde britische König Lear beschließt, sein Königreich unter seinen drei Töchtern – Goneril, Regan und Cordelia – aufzuteilen, je nachdem, wer ihm öffentlich die größte Liebe erweist. Während die älteren Töchter heuchlerische Schmeicheleien einsetzen, weigert sich die jüngste, Cordelia, an dieser Täuschung teilzunehmen, was zur Enterbung und Verbannung ihres Vaters führt. Durch eine parallel verlaufende Handlung um den Earl of Gloucester und seine Söhne (den treuen Edgar und den niederträchtigen unehelichen Edmund) spinnt Shakespeare ein komplexes Netz aus Verrat und Grausamkeit. Von seinen skrupellosen älteren Töchtern in den Sturm getrieben, durchleidet Lear eine physische und psychische Tortur und verliert allmählich den Verstand. In kathartischen Momenten des Wahnsinns und der völligen Bloßstellung inmitten einer tobenden Natur erkennt der alte König endlich das wahre Wesen der menschlichen Gesellschaft, den trügerischen Glanz der Macht und den unschätzbaren Wert wahrer Liebe. In erhabenen und vielschichtigen Versen verfasst, seziert dieses zeitlose Werk tiefgründig das Thema der Blindheit – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne. „König Lear“ bleibt ein unbestrittenes Meisterwerk über Fall, Leid, Reue und den tragischen Preis der späten Erkenntnis.
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