
Sodoma i gomora I-II
Der vierte Teil des monumentalen Zyklus erkundet anhand der Figuren Baron de Charlus und Marcel die verborgene Welt der Homosexualität in der Gesellschaft, die Vergänglichkeit der Liebe, Eifersucht und gesellschaftliche Heuchelei.
„Sodom und Gomorrha“ ist der vierte Band von Marcel Prousts siebenteiligem Romanzyklus Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, der in den Jahren 1921 und 1922 erschien. Dieser Band markiert einen entscheidenden Wendepunkt des Zyklus, da er Themen wie Homosexualität („Inversion“) und gesellschaftliche Heuchelei innerhalb der französischen Oberschicht des frühen 20. Jahrhunderts offen zur Sprache bringt und eingehend analysiert. Die zentrale Figur dieses Teils ist der exzentrische Baron de Charlus; durch dessen Verhalten und geheimes Leben deckt der Erzähler Marcel eine verborgene aristokratische Subkultur auf. Mit psychologischer Tiefe und soziologischer Präzision schildert Proust, wie Angehörige der gesellschaftlichen Elite verdrängten Leidenschaften einerseits öffentlich ablehnend gegenüberstehen, ihnen andererseits jedoch im Geheimen nachgehen. Neben der Gesellschaftsanalyse widmet sich ein wesentlicher Teil der Erzählung Marcels Aufenthalt im Seebad Balbec; dort verschärft sich seine obsessive und destruktive Eifersucht auf Albertine, befeuert durch den Verdacht, sie könne sich ebenfalls zu Frauen hingezogen fühlen. In diesem Band entfaltet Proust meisterhaft seine charakteristischen Themen: die Subjektivität der Zeit, das unwillkürliche Gedächtnis, die Illusion des romantischen Glücks und die Unausweichlichkeit der Vergänglichkeit. „Sodom und Gomorrha“ ist ein außerordentlich komplexes und kühnes Werk, das mittels brillanter essayistischer Prosa das Wesen des Menschen sowie falsche moralische Fassaden offenlegt.
Das Buch besteht aus zwei Bänden.
Angeboten wird ein Exemplar.







