
Danas 1934 I-II: Reprint izdanje u dva toma biblioteke Liber Croaticus
Die Neuauflage von Danas 1934 I–II vereint alle fünf Ausgaben dieser Kultzeitschrift. Danas war ein zentrales Forum der modernen Kultur und brachte bis zu seinem Verbot Surrealisten, Schriftsteller und Künstler zusammen, wodurch es die Literaturgeschichte
Der Nachdruck der Ausgabe I–II von Danas 1934 in der Bibliothek Liber Croaticus macht eine der wichtigsten und kontroversesten Kulturpublikationen des Jugoslawien der Zwischenkriegszeit wieder zugänglich. Die Zeitschrift Danas, 1934 von Miroslav Krleža und Milan Bogdanović herausgegeben, erschien nur in fünf Ausgaben, bevor sie aufgrund ihrer politischen und kulturellen Provokation verboten wurde. Gerade diese kurze Lebensdauer, gepaart mit einer außergewöhnlichen intellektuellen Energie, machte sie zu einer legendären Stätte des modernen Denkens.
Die Sammlung enthält vollständige Faksimiles der Originalausgaben und ermöglicht dem Leser einen authentischen Einblick in die grafische Gestaltung, das redaktionelle Konzept und den intellektuellen Rahmen, in dem die Zeitschrift entstand. Danas war als Raum des Widerstands gegen geistige Abschottung und Provinzialismus konzipiert: offen für europäische Moderneströmungen, aber gleichzeitig verankert in der kritischen Reflexion über die jugoslawische Kultur, Politik und die gesellschaftliche Lage.
Zu den Autoren zählten führende Vertreter des Surrealismus – Marko Ristić, Vane Živadinović Bor und Koča Popović –, deren Texte poetische Subversion und politische Schärfe vereinten. Ihnen schlossen sich auch prominente kroatische und jugoslawische Intellektuelle an: Krsto Hegedušić, dessen visuelles Werk die sozialen Spannungen der Zeit thematisierte; August Cesarec, die Stimme der Arbeiterliteratur; Branko Gavella, der das zeitgenössische Theater in die Zeitschrift einführte; und Veselin Masleša, einer der bedeutendsten politischen und kulturellen Essayisten seiner Zeit.
Die Themen der Zeitschrift reichten von Literaturkritik, politischer Analyse und Kunstbeiträgen bis hin zu polemischen Texten, die Autoritarismus, Zensur und soziale Ungerechtigkeit anprangerten. In diesem Kontext ragt insbesondere Krležas Rolle heraus: Sein Stil und seine thematischen Interessen prägten den Ton der Zeitschrift mit intellektueller Schärfe, weltanschaulicher Klarheit und moralischer Leidenschaft.
Die Neuauflage wird somit mehr als ein historisches Dokument: Sie rückt den Raum, in dem das modernistische und avantgardistische Denken der Region geprägt wurde, wieder in den Fokus und bekräftigt Danas als unverzichtbaren Ort für das Verständnis der Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts.
Das Buch besteht aus zwei Bänden.
Angeboten wird ein Exemplar.





