
Menuet za gitaru
Vitomil Zupans Kultroman verknüpft die Spanienreise des Autors in der Gegenwart mit seinen Erinnerungen an die Zeit als Partisan in der Region Dolenjska und bietet so eine kompromisslose und ironische Sicht auf den Krieg.
Der Roman Menuett für Gitarre ist ein wegweisendes Werk des slowenischen Schriftstellers Vitomil Zupan, das die Kriegsliteratur von ideologischen Fesseln befreit. Aufgrund seiner kompromisslosen Art, seines Boheme-Lebensstils und seiner Konflikte mit den gesellschaftlichen Normen jener Zeit verbrachte Zupan Jahre in kommunistischer Haft; doch gerade aus dieser einschneidenden Erfahrung erwuchs sein außergewöhnliches literarisches Schaffen.
Die vielschichtige Struktur des Romans verwebt zwei Erzählstränge: eine Rahmenhandlung, in der der alternde Schriftsteller und ehemalige Partisan Jakob Bergant Berk in Spanien auf einen ehemaligen deutschen Soldaten trifft, und eine zentrale Binnenerzählung, die die Kriegsjahre ab 1943 vergegenwärtigt. Der Autor führt die Leserschaft durch die Landschaften von Dolenjska und Suha Krajina bis hin zu Schauplätzen dramatischer Kämpfe und schildert den Krieg nicht sentimental, sondern als ein existenzielles Laboratorium, in dem der Mensch in das Chaos der Welt geworfen wird. Durch Begegnungen mit Mitstreitern – etwa dem Veteranen des Spanischen Bürgerkriegs, Anton – entzaubert er den Begriff des Heldentums und seziert die Absurdität der Gewalt.
Durchdrungen von subtiler Ironie, Erotik sowie Reflexionen über Kunst und Angst, ist Menuett für Gitarre eine unvergessliche literarische Reise. Ergänzt wird die Ausgabe durch ein umfassendes Nachwort von Taras Kermauner, das tiefgehende Einblicke in die Position des Schriftstellers und sein künstlerisches Genie gewährt. Eine hervorragende Lektüre für Liebhaber provokanter Prosa.
Es werden zwei Exemplare angeboten
Kopiennummer 1
Kopiennummer 2
- Nedostaje omot





