
Koncert za tequilu i apaurin
Ein kurzer Roman von Edo Popović, einem der bedeutendsten kroatischen Prosaautoren der 1990er und 2000er Jahre. Das Buch ist Teil von Popovićs „Zagreb-Zyklus“ – einer Kritik des Übergangs ohne Pathos, sondern durch Absurdität und Groteske.
Die Geschichte ist eine absurd-komische und düstere Satire auf das Kroatien des Wandels: Die Hauptfigur Folo (ein Pseudonym oder Spitzname) ist Schriftsteller oder Intellektueller und lebt im Chaos der postsozialistischen Gesellschaft. Eines Tages erhält er einen Anruf von Geheimdiensten (oder parapolitischen Strukturen) mit der Bitte, „etwas“ zu schreiben – vielleicht ein Drehbuch, einen Bericht oder Propaganda – gegen das Versprechen von Geld und Schutz. Alles dreht sich um Tequila (Symbol für Flucht, Entspannung, den amerikanischen Traum) und Apaurin (ein Beruhigungsmittel, Symbol für den stressigen und angstvollen kroatischen Alltag).
Der Roman behandelt den kroatischen Alltag, in dem „alles möglich“ ist: Korruption, Paranoia, Lügen, Medienspektakel, existenzielle Apathie und die Unmöglichkeit des Entkommens. Popović schreibt rasant, zynisch, mit schwarzem Humor und Ironie – die Figuren sind typisiert (Geheimagent, Schriftsteller, Frauen, Freunde), die Situationen absurd und die Sprache umgangssprachlich, Zagreberisch, voller Slang und Zynismus.
Man liest es in einem Zug, es hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack und Heiterkeit – eine meisterhafte Miniatur über eine Gesellschaft, in der das „Konzert“ des Lebens mit Tequila und Apaurin gespielt wird. Es gilt als Höhepunkt von Popovićs Kurzprosa der 2000er Jahre.
Jedan primerak je u ponudi





