
Srce Midlothiana
Walter Scotts Roman „Das Herz von Midlothian“ erzählt die Geschichte von Jeanie Deans, einer mutigen jungen Frau, die nach London reist, um ihre Schwester Effie vor einer ungerechten Verurteilung zu retten und für Wahrheit und Gerechtigkeit kämpft.
Walter Scotts Roman Das Herz von Midlothian spielt im Schottland des frühen 18. Jahrhunderts, nach den politischen Unruhen und dem Jakobitenaufstand von 1715. Im Mittelpunkt steht Jeanie Deans, die bescheidene, ehrliche und tiefgläubige Tochter des Bauern David Deans. Ihre Schwester Effie Deans wird beschuldigt, ihr eigenes Kind ermordet zu haben, nachdem sie ihre Schwangerschaft verheimlicht hatte. Nach den damaligen Gesetzen droht ihr die Todesstrafe.
Jeanie weigert sich, zu lügen, um ihre Schwester zu retten, und beschließt gleichzeitig, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um ihr zu helfen. Sie reist zu Fuß von Edinburgh nach London, um Königin Caroline, die Gemahlin von König Georg II., um Begnadigung zu bitten. Ihr Mut, ihre Ehrlichkeit und ihre moralische Stärke beeindrucken die Menschen, denen sie unterwegs begegnet, tief.
Neben Jeanie und Effie zählen David Deans, ihr strenger, tiefgläubiger Vater, und George Staunton, der mit Effies Schicksal verknüpft ist, zu den wichtigsten Figuren. Durch ihre Beziehungen schildert Scott den Konflikt zwischen Recht und Gerechtigkeit, strengen gesellschaftlichen Regeln und menschlichem Mitgefühl.
Der Roman ist zugleich historische Erzählung, Familiendrama und Porträt des schottischen Gesellschaftslebens. Scott prangert die Ungerechtigkeiten des damaligen Rechtssystems an und zeigt die Stärke des individuellen Charakters auf. Die zentrale Botschaft des Werkes lautet: Wahrer Mut erwächst aus Ehrlichkeit, Mitgefühl und Treue zu den eigenen moralischen Prinzipien.
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