
Tim
Tim Colleen McCulloughs Roman erzählt von einer ungewöhnlichen Liebesbeziehung zwischen einer erfolgreichen Frau mittleren Alters und einem jungen Mann mit einer leichten geistigen Behinderung. Ihre Beziehung verändert beider Leben und ruft die Verurteilu
Tim ist der Erstlingsroman der australischen Autorin Colleen McCullough. Die Geschichte spielt in Australien und dreht sich um Tim Melville, einen 25-jährigen jungen Mann aus einer Arbeiterfamilie. Tim ist attraktiv, fleißig und gutherzig, hat aber eine leichte geistige Behinderung, die ihn die Welt einfacher wahrnehmen lässt als die meisten Menschen. Er arbeitet als Bauarbeiter und ist bei seinen Kollegen wegen seiner Ehrlichkeit und Herzlichkeit beliebt.
Sein Leben ändert sich, als er Mary Horton kennenlernt, eine 45-jährige erfolgreiche Geschäftsfrau. Mary ist finanziell unabhängig, gebildet und gewohnt, allein zu sein. Zwischen ihr und Tim entwickelt sich eine enge Freundschaft, die sich allmählich zu Liebe wandelt. Ihre Beziehung führt zu Missverständnissen bei Freunden, Kollegen und Familienmitgliedern, vor allem aufgrund des Altersunterschieds und Tims geistiger Einschränkung.
Der Roman schildert detailliert die Entwicklung ihrer Beziehung in alltäglichen Situationen: gemeinsame Ausflüge, Gespräche, Familientreffen und der Umgang mit den Vorurteilen seines Umfelds. Tims Eltern spielen eine besondere Rolle, indem sie versuchen, ihren Sohn zu beschützen, doch mit der Zeit erkennen sie, wie viel Mary ihm bedeutet.
McCullough baut die Geschichte nicht auf Sensationsgier, sondern auf psychologisch überzeugenden Beziehungen zwischen den Figuren auf. Der Roman erkundet Themen wie Liebe, Einsamkeit, Würde und das Recht auf persönliches Glück. Anhand der Figur Tim zeigt die Autorin, dass emotionale Reife und die Fähigkeit zu wahrer Liebe nicht zwangsläufig von intellektuellen Fähigkeiten abhängen, während Mary durch diese Beziehung die Nähe findet, nach der sie sich so lange gesehnt hat.
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