
Kako biti dobar
Das Bild von Katie und David Carrs Ehe, skizziert mit Nick Hornbys gnadenlos witzigen Strichen, gleicht eher einem Stillleben, das aus einem Fliegenpilz hervorlugt.
Mit der Wahl von Katie als Erzählerin seines neuen, herzzerreißend realistischen und ungemein witzigen Romans „How to Be Good“ ist Hornby im Vergleich zu seinen üblichen Lesern ein großes Risiko eingegangen. Katie interessiert sich nicht für Fußball, hört keine Schallplatten und hat seit Monaten nicht in der Lage, „Corellis Mandoline“ zu beenden. Ihr Mann David verdient seinen Lebensunterhalt glücklich mit einer Kolumne für die Lokalzeitung, „Der wütendste Mann in Holloway“, während er seit Jahren an seinem eigenen, nie endenden Roman schreibt. David ist bissig, ständig wütend, ein Meister der Manipulation und gut gemeinter Streitereien. Ihre beiden Kinder entfernen sich vor ihren Augen immer mehr von ihnen. Katie, zutiefst frustriert, braucht dringend einen Ausweg aus ihrer festgefahrenen Ehe ohne Zukunft, während ihr Gewissen ihr sagt, dass ein guter Mensch keine Familie zerstören sollte. Doch nach ihrem ersten Ehebruch spricht Katie auf einem Parkplatz in Leeds die verhängnisvollen Worte in ihr Handy: „Ich will die Scheidung.“ Wer glaubt, zu wissen, wohin Hornby ihn als Nächstes führt, irrt sich gewaltig. Der unberechenbare, schwer fassbare und unsinkbare Hornby wird Sie zunächst laut auflachen lassen, und dann, wenn Sie erkennen, wie schmerzlich wahr seine Prosa ist, wird Ihnen das Lachen im Halse stecken bleiben. „Wie man gut ist“ stellt diese Frage aufrichtig, ohne leere Moralpredigten, ohne pseudo-intellektuelles Geschwätz und ohne heuchlerischen Liberalismus. Nick Hornby in der kroatischen Übersetzung von Vladimir Cvetković Sever ist unser schlimmster Albtraum. Er hält einen Spiegel in seinen Händen, doch dieser ist nicht magisch, er zeigt uns nur, wie wir wirklich sind. Urkomischer Horror!
Jedan primerak je u ponudi





