
Učenje don Huana
Das Buch beschreibt die Lehrzeit des Autors beim Yaqui-Schamanen Don Juan. Mithilfe psychotroper Pflanzen erforscht Castaneda die nicht-künstlerischen Ebenen der Wirklichkeit und versucht, den Weg des „wissenden Mannes“ zu meistern.
„Die Lehren des Don Juan: Das Wissen der Yaqui-Indianer“ zählt zu den einflussreichsten und kontroversesten Werken der anthropologischen und spirituellen Literatur des 20. Jahrhunderts. Basierend auf den Feldforschungen und anthropologischen Untersuchungen des Autors an der University of California (UCLA) beschreibt das Buch seine fünfjährige Beziehung zu Don Juan Matus, einem Weisen und Schamanen des Yaqui-Stammes in der Senore-Wüste. Das Werk gliedert sich in zwei Hauptteile. Der erste Teil ist ein chronologisches Tagebuch von Castanedas Erfahrungen mit Don Juan, das sich auf den Gebrauch psychoaktiver Pflanzen konzentriert – Peyote (das er Mescalito nennt), Zinnober und Pilze. Durch deren rituellen Konsum führt Don Juan Castaneda durch veränderte Bewusstseinszustände mit dem Ziel, die etablierte Wahrnehmung der Alltagsrealität zu überwinden und in die sogenannte „ungewöhnliche Realität“ einzutreten. Der zweite Teil des Buches präsentiert die systematische Strukturanalyse des Gelernten. Castaneda versucht, schamanische Lehren durch Konzepte wie „Verbündete“, „Mann des Wissens“ und die vier inneren Feinde, die dem Wissen im Wege stehen (Angst, Klarheit, Macht und Alter), zu akademisch zu fassen. Trotz späterer Debatten in wissenschaftlichen Kreisen über die Authentizität der präsentierten Felddaten bleibt das Buch eine faszinierende philosophische Auseinandersetzung mit den Grenzen der menschlichen Wahrnehmung, dem Wesen der Realität und kulturellen Konstruktionen von Wissen.
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