
Nikada i sad
Die Sammlung ist Teil einer poetischen Trilogie mit den Büchern „Intima“ und „Film“. Der Titel vereint paradoxerweise „nie“ (Unmöglichkeit, Mangel) und „jetzt“ (Gegenwart, Augenblick) – das lyrische Subjekt drückt die Ohnmacht aus, stabile Kategorien über
Die Gedichte sind vielschichtig, postmodern: eruptive Semantik, Rhythmus und Paradoxien, mit der Wucht, mit der der Raum die Zeit prägt. Rem zerstört durch die Selbstverleugnung des theoretischen Subjekts die Illusionen von Stabilität – das lyrische Selbst ist hin- und hergerissen zwischen Intimität, existenzieller Krise und kulturellen Bezügen.
Die Selbstverleugnung der Macht des theoretischen Subjekts über die Etablierung stabiler Kategorien über sich selbst und über/in seinem Text ist paradoxerweise genau seine sprachliche Macht, für die es blind ist. Diese Macht bildet zusammen mit den Zitatquellen aus der theoretischen, literarischen und medialen Welt (Bambi Molesters, Bare, Barthes, M. S. Mađer, Despotov, Mate Bašić, Štulić, Ivan Kozarac…) einen wirkmächtigen Kern, auf dem der Text in der ganzen Pracht der Vielfalt seiner Signifikanten erblüht.
Der Stil ist anspruchsvoll: Intertextualität, Wortspiele, Ironie, Gynäkologie der Sprache (als Kritik oder Entmystifizierung des Körpers/Textes). Die Sammlung rekonstruiert die Erfahrung von Aufbruch, Reise, Begegnung mit anderen Kulturen – eine grausame Realität, in der das Subjekt Teile von sich selbst abreißt. Die Kritik hebt die Ausdruckskraft und Vielschichtigkeit hervor – Rems Lyrik ist nicht pathetisch, sondern klar, zynisch und zutiefst introspektiv.
Das Buch ist ein wichtiger Bestandteil von Rems Schaffen der 2000er-Jahre – ein Übergang von früheren Werken hin zu reifer Lyrik, in der „nie“ auf „jetzt“ trifft, in einem Moment, der immer zu spät oder zu früh ist. Es gilt als eine von Rems anspruchsvollsten und vielschichtigsten Sammlungen.
Es werden zwei Exemplare angeboten





