Posljednja nedjelja

Posljednja nedjelja

Milo Dor

Der letzte Sonntag der Mila Dora ist ein historischer Roman über das Attentat von Sarajevo im Jahr 1914. Anhand der Ermittlungen von Richter Leo Pfeffer schildert er die Ereignisse, die zu dem Attentat und dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs führten.

Der letzte Sonntag ist ein Roman der österreichischen Schriftstellerin serbischer Herkunft, Mila Dora, der die letzten Tage vor dem Attentat von Sarajevo und die Ereignisse nach der Ermordung von Erzherzog Franz Ferdinand und seiner Frau Sofia am 28. Juni 1914 schildert.

Die Hauptfigur des Romans ist nicht der Attentäter Gavrilo Princip, sondern der Untersuchungsrichter Leo Pfeffer, dem die österreichisch-ungarischen Behörden die Ermittlungen anvertrauen. Durch seine Arbeit lernt der Leser die Hauptbeteiligten des Attentats kennen: Gavrilo Princip, Nedeljko Čabrinović, Trifko Grabež und weitere Mitglieder der Organisation Junges Bosnien. Pfeffer verhört die Attentäter, versucht ihre Verbindungen zu serbisch-nationalistischen Kreisen zu rekonstruieren und die Drahtzieher der Verschwörung zu ermitteln.

Der Roman schildert detailliert die Atmosphäre Sarajevos am Vorabend des Attentats. Die jungen Verschwörer leben in bescheidenen Verhältnissen, diskutieren Politik, nationale Freiheit und die Zukunft Bosniens unter österreichisch-ungarischer Herrschaft. Gleichzeitig werden die Vorbereitungen für die Ankunft Franz Ferdinands, Sicherheitslücken und eine Reihe von Zufällen gezeigt, die das Attentat ermöglichen. Besonders eindrücklich sind die Szenen nach Čabrinovićs gescheitertem Bombenanschlag und Princips anschließender Begegnung mit dem Wagen des Erzherzogs, der beinahe zufällig direkt vor ihm hält.

Durch Pfeffers Ermittlungen wandelt sich der Roman allmählich von einer Chronik des Attentats zu einer Analyse der politischen Verhältnisse in Europa kurz vor dem Krieg. Der Richter erkennt, dass ein einzelner Gewaltakt weitaus größere Folgen hat, als die Attentäter sich hätten vorstellen können. Im Hintergrund spürt man die wachsenden Spannungen zwischen den Großmächten, die bald zum Ersten Weltkrieg führen werden.

Milo Dor verknüpft dokumentarische Fakten mit literarischer Fiktion zu einem überzeugenden Bericht über eines der wichtigsten Ereignisse des 20. Jahrhunderts. Der letzte Sonntag ist zugleich historischer Roman, politische Analyse und die Geschichte von Menschen, deren Entscheidungen den Lauf der europäischen Geschichte veränderten.

Titel des Originals
Der letzte Sonntag
Übersetzung
Anka Katušić Balen
Editor
Zlatko Crnković
Titelseite
Alfred Pal
Maße
19,5 x 12 cm
Seitenzahl
235
Verlag
Znanje, Zagreb, 1985.
 
Auflage: 6.000 Exemplare
 
Latein Schrift. Fester Einband mit Schutzumschlag.
Sprache: Kroatisch.

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