
Đavoli dolaze
In Miodrag Bulatovićs Roman „Die Teufel kommen“ treffen Groteske und Phantasmagorie auf die Realität eines Balkandorfes. Mittels Symbolik, Ironie und schwarzem Humor schildert der Autor den moralischen Verfall, den Wahnsinn und das Böse, das nicht außerha
Die Teufel kommen ist einer der einprägsamsten Romane von Miodrag Bulatović. Erschienen in den frühen 1950er Jahren, etablierte er den Autor als eine außergewöhnlich originelle Stimme der modernen serbischen und montenegrinischen Literatur. Der Roman ist ein allegorisches, groteskes und psychologisch komplexes Werk, in dem Realität und Phantasmagorie beständig ineinanderfließen und die Atmosphäre einer halluzinatorischen, beinahe apokalyptischen Welt erschaffen.
Die Handlung spielt in einem von Krieg und Armut verwüsteten Balkandorf, wo am Vorabend großer historischer und spiritueller Umbrüche „Teufel“ erscheinen – nicht als übernatürliche Wesen, sondern als Symbole menschlicher Verderbtheit, Angst und Wahnsinn. Anhand einer Reihe von Figuren, die den Bezug zur Vernunft verlieren, zeigt Bulatović, wie moralische Grenzen in Zeiten des Bösen verschwimmen und wie jeder Mensch seinen Anteil an Dunkelheit in sich trägt.
Der Stil des Romans ist geprägt von poetischer Spannung, expressionistischen Bildern, kühnen Metaphern und schwarzem Humor. Bulatovićs Sprache pulsiert zwischen visionärer Lyrik und brutalem Realismus und schafft so eine einzigartige künstlerische Mischung, die den Leser gleichermaßen verstört und fesselt.
Thematisch untersucht der Roman die Grenze zwischen Gut und Böse, Wahnsinn und Vernunft und entwirft das Panorama einer Welt, in der „Teufel“ keine Dämonen aus Legenden mehr sind, sondern Menschen, die Glauben, Sinn und Menschlichkeit verloren haben. „Die Teufel kommen“ bleibt eines der Schlüsselwerke der modernen Prosa und ein Symbol für Bulatovićs zentrales Thema – die tragische und zugleich groteske Natur des Menschen.
Im Angebot sind keine Exemplare vorhanden
Das letzte Exemplar wurde kürzlich verkauft.





