Rubaije
Ein rares Buch

Rubaije

Omar Hajjam

Die Rubaiyat (Vierzeiler, rubāʿiyāt) von Omar Khayyam (1048–1131), einem persischen Mathematiker, Astronomen, Philosophen und Dichter aus Nischapur, gehören zu den einflussreichsten Sammlungen der Weltpoesie.

Ursprünglich gab es keinen festen Kanon – 100 bis über 1000 Rubaiyats werden ihm zugeschrieben, von denen vermutlich etwa 200 bis 300 authentisch sind. Bekannt wurden sie vor allem durch die englische Übersetzung von Edward Fitzgerald (1859), der Khayyam im Westen frei bearbeitete und popularisierte. Im kroatischen Kontext existieren Übersetzungen von Safvet-beg Bašagić, Fehim Bajraktarević, Mirza Safet und anderen.

Ein Rubaiyat ist ein kurzes, streng strukturiertes Gedicht aus vier Versen (Quartetten) mit dem Reimschema AABA (der erste, zweite und vierte Vers reimen sich, der dritte in der Regel nicht). Es ist ein prägnanter, lapidarer, maximal verdichteter Gedanke.

Hauptthemen und Philosophie:

– Die Vergänglichkeit des Lebens – alles ist vergänglich: Jugend, Schönheit, Macht, Reichtum. Die Zeit ist unerbittlich (z. B. wurde der Palast von Behrama zur Ruine für wilde Tiere).

  • Genuss und Carpe Diem – den Augenblick genießen: Wein, Liebe, Freundschaft, Natur. Wein ist eine häufige Metapher für Ekstase, Vergessen und mystische Erleuchtung (nicht nur Alkohol).

  • Skepsis und Agnostizismus – Khayyam hinterfragt den Sinn des Daseins, Gottes Gerechtigkeit, das Jenseits. Warum Leid? Warum Tod? Gott ist unergründlich, das Universum mechanisch (das Schicksal wie eine Töpferscheibe).

  • Liebe und Erotik – sinnlich, aber auch spirituell; Frau und Wein als Symbole der Transzendenz.

  • Ironie und Resignation – der Mensch ist eine Marionette des Schicksals, ein kosmischer Witz; dennoch liegt die Würde in der Klarheit und der Freude am Vergänglichen.

Khayyam ist kein Sufi-Mystiker (wie Rumi), sondern ein rationaler Skeptiker mit hedonistischer Ausrichtung – eher existenzialistisch als romantisch-spirituell. Fitzgeralds Übersetzung hat den fatalistischen und weinseligen Tonfall verstärkt und ihn zu einem „Dichter des Weins und des Zweifels“ gemacht.

In kroatischen Ausgaben (z. B. Bašagićs Übersetzung oder Auswahlen aus dem 20. Jahrhundert) klingen die Rubaiyat archaisch, aber kraftvoll: kurze Weisheiten über Leben, Tod und Sinnlosigkeit, verwoben mit Humor, Zynismus und einer tiefen Sehnsucht nach Sinn in einem sinnlosen Universum.

Die Kernaussage von Khayyams Rubaiyat lautet: Lebe jetzt, denn morgen ist ungewiss; trinke aus dem Kelch des Lebens, solange du kannst, denn der Töpfer des Schicksals formt bereits ein neues Gefäß aus deinem Staub.

Übersetzung
Mirza Safet
Editor
Alija Bejtić
Maße
18 x 12 cm
Seitenzahl
98
Verlag
Mladost, Zagreb, 1954.
 
Latein Schrift. Fester Einband mit Schutzumschlag.
Sprache: Kroatisch.

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