
Edda Gylfaginning / Obmanjivanje Gylfija
Innerhalb der mittelalterlichen europäischen Literatur nimmt die Snorra Edda eine besonders bedeutende Stellung ein, da sie den einzigen Versuch einer systematischen Darstellung der mythologischen Tradition auf unserem Kontinent darstellt.
Abgesehen von dieser nordgermanischen Mythologie findet sich in der antiken und mittelalterlichen Literatur anderer europäischer Völker nichts Vergleichbares. Snorris Edda besteht aus einem Prolog und drei Hauptteilen: der Gylfaginning (Die Täuschung Gylfis), der Skáldskaparmál (Das Wort der Dichtung) und dem Háttatal (Die Versliste). Im Prolog legt Snorri seine Sicht auf das mythologische Material dar, das er erzählen möchte. Der erste Teil der Edda (Die Täuschung Gylfis) ist eine prägnante Darstellung der nordgermanischen Mythologie, von der Schöpfung der Welt über Geschichten aus dem Leben der Götter bis zu ihrem Untergang, Ragnarök. Der Erzählrahmen der Gylfaginning (Die Täuschung Gylfis) skizziert den mythischen schwedischen König Gylfi, einen Repräsentanten der alten Bewohner des europäischen Nordens, weise und in Zauberei bewandert. Verkleidet und unter dem Namen Gangleri („der Wanderer“) reist Gylfi nach Asgard („die Welt der Asen“), um die Asen zu treffen, ihre Weisheit und Magie zu erlernen und eine Verbindung zwischen ihnen und seinem Volk herzustellen. Dort, am Hof, begegnet er den Göttern, die seine Fragen über die Entstehung und den Untergang der Welt, über die Götter und ihre Taten beantworten. Daraufhin werden sie Gangleri los, der sich unerwartet auf einem Feld wiederfindet, von dem die Höfe und die Götter verschwunden sind. Doch was Gangleri erlebt und gehört hat, wird in seinem Land weiterhin erzählt.
Angeboten wird ein Exemplar





