
Internet galaksija: Razmišljanja o internetu, poslovanju i društvu
Eine unverzichtbare soziologische Studie von Manuel Castells, dem Autor der Trilogie „Das Informationszeitalter“. Der Titel spielt auf McLuhans „Gutenbergs Galaxis“ an und unterstreicht, dass das Internet eine neue Kommunikationsrevolution darstellt.
Castells verzichtet auf Zukunftsprognosen und beschreibt stattdessen anhand empirischer Daten und Analysen (Stand 2000–2001), wie das Internet die Gesellschaft im Netzwerkzeitalter prägt. Das Buch ist in folgende Kapitel gegliedert:
– Die Geschichte des Internets und seine Entwicklung von einem militärisch-akademischen Projekt zu einem globalen Netzwerk.
– Die Kultur des Internets – der libertäre Geist der Hacker, Offenheit, Zusammenarbeit und Gegenkultur.
– E-Business und die neue Wirtschaft – wie das Internet Unternehmen verändert, den Dotcom-Boom (und die Dotcom-Blase) auslöst und flexible Netzwerke sowie die Globalisierung ermöglicht.
– Virtuelle Gemeinschaften und die Netzwerkgesellschaft – das Internet schafft nicht nur virtuelle Welten, sondern stärkt auch reale soziale Bindungen.
– Die Politik des Internets – seine Rolle in der Zivilgesellschaft, im Staat, in Bewegungen (z. B. Globalisierungskritik), in der Meinungsfreiheit und in der digitalen Kluft (dem Ausschluss von Armen, Älteren und Entwicklungsländern).
– Fazit zu den Auswirkungen auf Identität, Macht und sozialen Wandel. Castells hebt eine Dualität hervor: Das Internet befreit (es demokratisiert Informationen, ermöglicht Teilhabe), marginalisiert aber gleichzeitig diejenigen ohne Zugang und verstärkt Ungleichheiten. Das Buch ist verständlich, informativ und kritisch – es vermeidet technologischen Determinismus und betont, dass die Gesellschaft das Internet ebenso prägt wie umgekehrt.
In Kroatien und der Region war es Anfang der 2000er-Jahre ein wichtiges Werk zum Verständnis des digitalen Wandels. Heute gilt es als Standardwerk zur Soziologie des Internets und der Netzwerkgesellschaft. Obwohl einige technologische Prognosen überholt sind (z. B. der Vorlauf zum Boom der sozialen Netzwerke), bleiben die Analysen relevant für die digitale Kluft, die Plattformökonomie und die politische Macht des Internets.
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