
Što je sociologija?
Ein Klassiker eines der einflussreichsten Soziologen des 20. Jahrhunderts, des Begründers der figurativen oder prozessorientierten Soziologie. Das Buch ist ein programmatisches Manifest gegen das damals vorherrschende strukturfunktionalistische Paradigma
Elias erläutert in seinem Buch seine Schlüsselkonzepte:
– „Figur“ (die Interdependenz von Individuen als grundlegende Analyseeinheit, nicht „Individuum“ oder „Gesellschaft“ als separate Instanzen)
– „Prozess“ – Gesellschaft ist kein statischer Zustand, sondern ein langfristiger, unabsichtlicher Prozess (bekanntestes Beispiel: „Zivilisationsprozess“)
– „soziale Konfiguration“ – ein Netzwerk von Interdependenzen, das das Verhalten von Individuen prägt
– Kritik am „Homo clausus“ – der Illusion, das Individuum sei ein abgeschlossener, von anderen getrennter Organismus
Elias verwendet bekannte Metaphern: die Gesellschaft als Tanz (vier oder mehr Personen tanzen zusammen – es gibt keinen Tänzer ohne Tanz), als Spiel (eine Veränderung des Machtgleichgewichts verändert die Regeln) und das Beispiel zweier verfeindeter Dörfer, die unabsichtlich eine immer komplexere Sozialstruktur schaffen.
Ein eigenes Kapitel ist den „Spielmodellen“ gewidmet – einfachen Schemata, die zeigen, wie Machtmonopole, Staaten und Zivilisationen aus Interdependenzen entstehen. Im kroatischen Kontext ist das Buch an Universitäten zur Pflichtlektüre geworden, da es eine völlig andere Sicht auf die Kriege der 1990er Jahre bietet: nicht als Konflikt der „Völker“, sondern als Prozess des Zerfalls langfristiger gegenseitiger Abhängigkeiten.
Angeboten wird ein Exemplar





