
Logika smisla
Gilles Deleuzes „Die Logik des Sinns“ (1969) zählt zu seinen wichtigsten philosophischen Werken. Darin untersucht er das Wesen des Sinns, der Ereignisse, der Oberflächen und des Unsinns anhand der Paradoxien der Sprache, der stoischen Philosophie und der
Die Logik des Sinns (1969) zählt zu Deleuzes komplexesten und einflussreichsten Werken seiner Frühphase. Das Buch besteht aus 34 Reihen (Kapiteln), die auf paradoxe und klar-poetische Weise untersuchen, was Sinn ist und wie er entsteht.
Deleuze unterscheidet drei Ebenen: Tiefe (Körper und Vermischung), Oberfläche (Ereignisse) und Höhe (Repräsentation). Sinn liegt weder in der Tiefe der Dinge noch in der Höhe der Ideen, sondern ereignet sich an der Oberfläche – als Ereignis (événement), eine rein körperlose, ideale Entität, die weder mit dem physischen Zustand der Dinge noch mit den Aussagen der Sprache übereinstimmt.
Das Werk enthält zahlreiche Analysen der Stoiker, Lewis Carrolls (Alice im Wunderland), Melanie Kleins, Nietzsches und anderer Denker. Deleuze entwickelt eine originelle Philosophie der Ereignisse, Paradoxien, des Unsinns und der Reihen und führt wichtige Unterscheidungen zwischen Sinn und Bezeichnendem, Bezeichnetem und Signifikation ein. Der letzte Abschnitt über die „dynamische Genese“ von Bedeutung und die Rolle des „Körpers ohne Organe“ ist besonders eindrucksvoll.
Die Logik der Bedeutung markiert den Übergang zwischen Deleuzes früheren Monografien und seinen späteren Arbeiten mit Guattari. Der Stil ist brillant, dicht und voller unerwarteter Zusammenhänge – typisch Deleuze.
Die kroatische Übersetzung von Marko Gregorić ist exzellent und gilt als eine der besten Deleuze-Übersetzungen ins Kroatische. Das Buch ist anspruchsvoll, aber äußerst anregend für alle, die sich für Sprachphilosophie, Poststrukturalismus, Ereignistheorie und zeitgenössisches französisches Denken interessieren.
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