
Proust i znakovi
Deleuzes philosophische Lektüre von Prousts Meisterwerk „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“. Deleuze interpretiert den Roman als ein Zeichensystem und lehrt, wie Kunst durch die Zeichen der Liebe, der Erinnerung und der Kunst höhere Erkenntnis hervor
Proust und die Zeichen (1964, erweiterte Ausgabe 1970) ist Deleuzes erstes bedeutendes Werk zur Literatur und eine der einflussreichsten philosophischen Auseinandersetzungen mit Marcel Proust im 20. Jahrhundert.
Deleuze nähert sich Prousts Werk als Semiotiker: Der Roman ist keine Geschichte über Erinnerung oder Zeit im klassischen Sinne, sondern eine Maschine zur Produktion und Interpretation von Zeichen. Er unterscheidet verschiedene Zeichentypen: Zeichen der Welt (der gehobenen Gesellschaft), Zeichen der Liebe (Eifersucht als stärkste Triebkraft der Interpretation), Zeichen der Erinnerung (unwillkürliche Erinnerungen) und schließlich Zeichen der Kunst, die als einzig adäquat gelten, da sie uns zum Sein und zur Wahrheit führen.
Das Buch ist in zwei Teile gegliedert: Der erste behandelt die Aneignung der Zeichen, der zweite entwickelt Prousts Philosophie von Zeit und Kunst. Hier formuliert Deleuze erstmals klar seine Idee, dass Kunst der einzig wahre Weg zur Wahrheit sei, da Philosophie und Wissenschaft dies nicht auf demselben Weg erreichen könnten.
Das Werk ist in einem glasklaren Stil verfasst (deutlich zugänglicher als Deleuzes spätere Texte) und markiert den Übergang von seinen frühen Studien zur ursprünglichen Philosophie. Viele sind der Ansicht, dass sich hier bereits die zentralen Themen des späteren Deleuze erkennen lassen: Differenz, Wiederholung, das Virtuelle, das Ereignis und antirepräsentationales Denken.
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