
Glagoljska i ćirilska tabla za dicu
Die „Glagolitische und Kyrillische Kindertafel“ (Nachdruck des Originals aus Tübingen, 1561) ist das älteste kroatische Lehrbuch in glagolitischer und kyrillischer Sprache. Ein bedeutendes Zeugnis kroatischer protestantischer Verlagskunst und slawischer A
Die glagolitische und kyrillische Kindertafel ist ein Faksimile-Nachdruck eines der ältesten kroatischen Lese- und Schreibübungsbücher. Sie erschien 1986 in der Bibliothek von Cymelia Croatica als Band 3. Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen wurde sie von dem angesehenen Philologen Stjepan Damjanović.
Das Original wurde 1561 in Tübingen in der Druckerei der Kroatischen Protestanten (Urach/Tübingen) gedruckt. Es handelt sich um die sogenannte Kindertafel – eine einfache Lese- und Schreibübung für die kroatische Sprache. Es existieren zwei Fassungen: eine in glagolitischer und eine in kyrillischer (bosančischer) Schrift. Sie enthält das Alphabet, Silben und grundlegende religiöse Texte, typisch für die protestantische Katechese des 16. Jahrhunderts.
Diese Ausgabe besitzt große kulturelle und historische Bedeutung, da sie die Bemühungen kroatischer Protestanten (Ante Dalmatin, Stjepan Konzul Istranin u. a.) würdigt, die Ideen der Reformation und die Alphabetisierung der Bevölkerung in der Volkssprache und den einheimischen Schriften (Glagolitisch und Kyrillisch) zu verbreiten. Tabla za dicu gilt als einer der frühesten systematischen Versuche, die öffentliche Bildung in kroatischer Sprache einzuführen.
Die Ausgabe von 1986 gehört zum renommierten Verlag Cymelia Croatica, der Faksimiles der wichtigsten kroatischen Druckwerke herausgab. Sie zeichnet sich durch ihre hochwertigen Reproduktionen, den wissenschaftlichen Apparat und das Nachwort aus, das das Werk in den Kontext der kroatischen Sprach- und Literaturgeschichte einordnet.
Heute ist diese Ausgabe ein begehrtes antiquarisches Exemplar, das insbesondere von Philologen, Paläographen, Literaturhistorikern und Liebhabern des kroatischen glagolitischen und kyrillischen Erbes geschätzt wird. Sie stellt eine wichtige Brücke zwischen mittelalterlicher Schriftkultur und moderner kroatischer Kultur dar und veranschaulicht den Reichtum und die Vielfalt der kroatischen Schriften im 16. Jahrhundert.
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