Gubitak

Gubitak

Ilija Aščić

Der Roman „Verlust“ ist das Debütwerk von Ilija Aščić, einem Journalisten, Fotografen, Videografen und Schriftsteller, der für seine Kurzgeschichtensammlung „Wie ich böse wurde“ bekannt ist. In diesem Roman zeichnet der Autor ein eindringliches, schonungs

Die Hauptfigur, Vladimir Kovačev, wuchs in einem Arbeiterviertel nahe Bjelovar auf. Der Krieg zwang ihn mit zwölf Jahren ins Exil, und die Folgen dieses traumatischen Erlebnisses prägten sein ganzes Leben. Der Roman ist in vier Teile gegliedert („Jungen“, „Suchende“, „Abenteurer“, „Verlierer“) und begleitet Kovačev in seinen frühen Zwanzigern in Zagreb – durch eine Reihe schlecht bezahlter Jobs, Armut, Alkohol, Streifzüge durch Europa, abgebrochene Studien, zahlreiche erotische Abenteuer und gescheiterte Beziehungen.

Asčićs Stil ist direkt, zynisch, analytisch und voller innerer Monologe – wenig Dialog, viel Selbstreflexion und Gesellschaftskritik. Der Roman ist zugleich eine intime Geschichte über die Suche nach Sinn, Liebe und Freundschaft und eine scharfe Kritik an der kroatischen Gesellschaft im Wandel, in der ehrliche Arbeit kein menschenwürdiges Leben ermöglicht und die Chancen von vornherein ungerecht verteilt sind. Es wirft schwierige existenzielle Fragen auf: Kann man nach dem Krieg und dem Verlust des Glaubens an die Welt wieder glücklich sein? Gibt es einen Ausweg aus dem Fegefeuer des Überlebens? Ist Freiheit möglich in einem System, das den Einzelnen den Elementen ausliefert?

Kritiker loben das Buch als eine Art kleine Enzyklopädie der Niedriglohnjobs, als Tagebuch eines Wanderers und Erotomanischen und als wichtige Stimme derer, die durch den Krieg in den Untergrund getrieben wurden. Ohne falschen Optimismus und Happy Ends strahlt der Roman Rohheit, Wiederholung und brutale Ehrlichkeit des Lebens aus. Ideal für Liebhaber engagierter, introspektiver Prosa in der Tradition der zeitgenössischen kroatischen Literatur, die sich der Dunkelheit nicht verschließt.

Aščićs persönliche Erfahrungen und philosophischen Positionen sind auf jeder Seite spürbar und machen Verlust zu einem kraftvollen, authentischen und verstörenden Werk.

Editor
Siniša Matasović
Illustrationen
Anna Försterling
Titelseite
Tihomir Kosić
Maße
21 x 15 cm
Seitenzahl
404
Verlag
Filmić, Zagreb, 2023.
 
Latein Schrift. Hardcover.
Sprache: Kroatisch.

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