
Na križanju četiriju cesta
Ein ergreifender finnisch-lappischer Familienroman über vier Generationen in einem Haus an einer einsamen Wegkreuzung. Eine Geschichte über starke Frauen, Geheimnisse, Liebe, Krieg und die raue Natur, die Schicksale im Laufe des 20. Jahrhunderts prägte.
An der Wegkreuzung (2014) ist der Debütroman des finnischen Schriftstellers Tommi Kinnunen und erschien in einer exzellenten kroatischen Übersetzung von Boris Vidović.
Der Roman erzählt fast ein Jahrhundert lang die Geschichte eines Hauses und seiner Bewohner an einer einsamen Wegkreuzung im hohen Norden Finnlands, inmitten einer rauen Landschaft mit unwirtlichem Klima. Erzählt wird die Geschichte aus vier Perspektiven – vier Generationen derselben Familie. Sie beginnt mit Marija, einer unabhängigen und entschlossenen Hebamme Ende des 19. Jahrhunderts, und setzt sich im Leben ihrer Tochter Lahja, ihrer Enkelin Kaarina und darüber hinaus fort.
Kinnunen schildert meisterhaft die Schicksale starker, aber verletzlicher Frauen, die gegen gesellschaftliche Normen, religiösen Fundamentalismus, Vorurteile, Krieg und persönliche Tragödien ankämpfen. Das Haus an der Wegkreuzung wird zum Symbol für ein Leben am Rande – ein Ort der Begegnungen, Geheimnisse, Liebe, des Verrats und der Versöhnung.
Der Roman besticht durch seine emotionale Tiefe, eine subtile Darstellung der finnischen Gesellschaft im 20. Jahrhundert (von Armut und Krieg bis zur Modernisierung) und eine außergewöhnlich poetische Sprache. Kinnunen schreibt präzise, melancholisch und mit großem Einfühlungsvermögen für die Figuren, ohne unnötige Sentimentalität.
Er zählt zu den erfolgreichsten finnischen Debütromanen der letzten Jahrzehnte und wurde in über 20 Sprachen übersetzt. In Kroatien erhielt er hervorragende Kritiken als kraftvoller, bewegender und atmosphärischer Familienroman, der den Leser noch lange nach dem Zuklappen des Buches begleitet. Ein Muss für Liebhaber nordeuropäischer Literatur (Knausgård, Tove Ditlevsen, Roy Jacobsen).
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