
Aklestis: Drama
„Alcestis“ ist eine moderne Bearbeitung des antiken Mythos um Königin Alcestis, die ihr Leben opfert, um ihren Mann Admetus zu retten. Ein Drama über Liebe, Opferbereitschaft und menschliche Verantwortung.
Das Drama „Alkestis“ des österreichischen Schriftstellers Hugo von Hofmannsthal basiert auf einem bekannten antiken Mythos, der bereits von Euripides im antiken Griechenland adaptiert wurde. Hofmannsthal behält die Grundhandlung bei, verleiht ihr aber eine moderne psychologische und symbolische Bedeutung, die für die Literatur des Übergangs vom 19. zum 20. Jahrhundert charakteristisch ist.
Die Hauptfigur ist König Admetos, der dem Tode geweiht ist. Die Götter bieten ihm an, am Leben zu bleiben, wenn ein anderer freiwillig an seiner Stelle stirbt. Während seine Eltern das Opfer ablehnen, nimmt seine Frau Alkestis ihren eigenen Tod an, um ihren Mann zu retten. Ihre Entscheidung wird zum Zentrum des dramatischen Konflikts und wirft Fragen nach den Grenzen von Liebe, Treue und menschlicher Verantwortung auf. Nach Alkestis’ Tod bleibt Admetos mit Schuldgefühlen und der Erkenntnis des Preises, den er für sein Leben bezahlt hat, zurück.
Hofmannsthal porträtiert Alkestis nicht nur als vorbildliche Ehefrau, sondern als starke und moralisch erhabene Persönlichkeit, deren Opfer über persönliche Interessen hinausgeht. Gleichzeitig offenbart die Figur des Admetus menschliche Schwäche, Todesangst und innere Unsicherheit. Das Drama wird somit mehr als eine mythologische Erzählung – es ist eine philosophische Reflexion über den Sinn des Lebens und den Wert der Selbstaufopferung.
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