
Dvije Engleskinje i kontinent
Die beiden Schwestern Ann und Muriel verlieben sich in den französischen Studenten Claude. Ein Roman über eine Dreiecksbeziehung, Freundschaft und den Kulturkonflikt zwischen England und Frankreich. Ein Meisterwerk französischer Erzählkunst.
Zwei Engländerinnen und ein Kontinent (1956) ist ein Roman von Henri-Pierre Roché, einem französischen Schriftsteller, Journalisten und Kunstsammler. Das Werk ist teils autobiografisch und basiert auf Rochés Jugenderlebnissen. Dank der Verfilmung von François Truffaut aus dem Jahr 1971 erlangte der Roman Kultstatus.
Die Geschichte erzählt von der Liebesbeziehung zwischen dem jungen Franzosen Claude und zwei englischen Schwestern – der älteren, leidenschaftlichen Ann und der jüngeren, intellektuellen Muriel. Claude lernt sie in Paris kennen, und ihre Beziehung entwickelt sich durch Briefe und Besuche in England. Der Roman thematisiert den Zusammenprall der Kulturen: englischen Puritanismus und Zurückhaltung versus französische Leidenschaft und Freiheit. Die Schwestern sind sehr unterschiedlich – Ann ist emotional und sinnlich, Muriel intellektuell und moralisch – und Claude findet sich zwischen ihnen gefangen.
Roché zeichnet die Psychologie der Figuren meisterhaft durch Tagebucheinträge, Briefe und Selbstreflexionen. Der Roman ist voller subtiler Erotik, emotionaler Turbulenzen und philosophischer Betrachtungen über Liebe, Freundschaft und Identität. Er ist kein klassischer Liebesroman, sondern eine tiefgründige Studie über menschliche Beziehungen und den Einfluss der Kultur auf unsere Gefühle.
Das Werk ist in einer einfachen, aber poetischen Sprache verfasst. Roché verwendet eine fragmentarische Struktur, die die Komplexität der Gefühle widerspiegelt. Truffauts Verfilmung unterstrich die visuelle und emotionale Kraft der Geschichte und machte sie weltberühmt.
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