
Kiše
Pero Zubacs Gedichtsammlung aus dem Jahr 1989 zeichnet sich durch eine unverwechselbare, melancholische und intime Lyrik aus, in der Motive wie Regen, Vergänglichkeit, Liebe und Erinnerung zu rhythmischen und emotional warmen Versen verwoben sind.
Der 1989 erschienene Gedichtband Kiše (Regen) des renommierten jugoslawischen und serbischen Dichters Pero Zubac stellt einen herausragenden Meilenstein in seiner lyrischen Reifephase dar. Zubac, der vor allem für das Kultgedicht „Mostarske kiše“ (Regen von Mostar) bekannt ist, greift hier erneut das Motiv des Regens auf – nicht bloß als meteorologisches Phänomen, sondern als tiefgründiges poetisches Symbol für Vergänglichkeit, Erinnerung und Trauer sowie für emotionale Katharsis. Mit lyrischen, melodischen und rhythmisch ausgefeilten Versen schafft der Autor eine Atmosphäre stiller Melancholie und Nostalgie. Die Gedichte erkunden die Sphären vergangener Liebe, längst zurückliegender Begegnungen, des Schweigens und innerer Zerrissenheit. In seiner Lyrik fungiert der Regen sowohl als Kulisse als auch als Begleiter der Reflexionen des Dichters über das Verstreichen der Zeit und über Emotionen, die sich unauslöschlich ins Gedächtnis eingeprägt haben. Zubacs Ausdrucksweise ist direkt, zugänglich und frei von unnötiger Dunkelheit, wodurch sie beim Leser mühelos Anklang findet. Die aus den späten 1980er Jahren stammende Sammlung Kiše ist eine eindrucksvolle Fortführung des unverwechselbaren lyrischen Stils des Autors und bestätigt Pero Zubacs Status als einen der beliebtesten und feinsinnigsten Meister der Liebes- und Intimlyrik der Region.
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