
Posljednji Mohikanac
Während des Franzosen- und Indianerkrieges von 1757 folgen Hawkeye und die Mohikaner Uncas und Chingachgook zwei Schwestern durch die Wildnis. Es ist der Kampf ums Überleben, um Liebe und um die letzten Mohikaner im Konflikt zwischen Zivilisation und Natu
Der letzte Mohikaner (1826) ist der bekannteste und erfolgreichste Roman des amerikanischen Schriftstellers James Fenimore Cooper. Er gehört zur Reihe der Lederstrumpf-Erzählungen und gilt als eines der grundlegenden Werke der amerikanischen Literatur.
Die Geschichte spielt im Jahr 1757 während des Französisch-Indianischen Krieges. Das englische Fort William Henry wird von französischen Truppen und ihren indianischen Verbündeten belagert. Colonel Munros zwei Töchter – die mutige und entschlossene Cora und die sanfte Alice – machen sich auf den Weg durch den wilden Wald zu ihrem Vater. Sie werden von Major Duncan Heyward begleitet und später von dem legendären Jäger und Kundschafter Natty Bumppo (auch bekannt als Falke), seinem Freund, dem weisen Mohikaner Chingachgook, und dessen Sohn Uncas – dem letzten reinblütigen Mitglied des Mohikanerstammes.
Der Roman ist voller spannender Abenteuer: Hinterhalte, Verfolgungsjagden durch die Wälder, Kämpfe mit den Huronen unter der Führung des bösartigen Magua, Rettungsaktionen und dramatische Szenen an Wasserfällen. Cooper zeichnet die amerikanische Wildnis – majestätisch, gefährlich und ungezähmt – meisterhaft als Hauptfigur des Romans.
Das Werk ist reich an romantischen Idealen: Es feiert den Naturmenschen, den edlen Wilden und den Heldenmut. Uncas und Cora symbolisieren die tragische, unmögliche Liebe zwischen verschiedenen Kulturen und Völkern. Cooper stellt die „edlen“ Indianer (Mohikaner) den „Wilden“ (Huronen) gegenüber und schildert den Konflikt zwischen den indigenen Völkern und der vordringenden weißen Zivilisation.
Der Stil ist romantisch, bisweilen pathetisch und idealisiert, mit ausführlichen Naturbeschreibungen und für die damalige Zeit äußerst lebendigen Actionszenen. Der Roman hatte großen Einfluss auf die Entstehung des Mythos vom amerikanischen Wilden Westen und des „edlen Wilden“.
Das Buch ist zu einem Weltklassiker geworden und wurde mehrfach verfilmt (die bekannteste Version stammt aus dem Jahr 1992 mit Daniel Day-Lewis in der Hauptrolle). Es wird auch heute noch als spannendes Abenteuer und wichtiges Dokument über frühe amerikanische Mythen, das Verhältnis zur Natur und die komplexen Beziehungen zwischen Siedlern und Ureinwohnern gelesen.
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